Zum Heimgang von Kommandeurin Helen Clifton

von / THQ

Zum Heimgang von Kommandeurin Helen Clifton: Kommandeurin Helen Clifton wurde am Dienstag, den 14. Juni 2011, im St. Christopher’s Hospice in Südlondon zur Herrlichkeit befördert. Die Kommandeurin, die am 1. April 2011 in Ruhestand gegangen war, hat sich ihrer Krankheit mutig gestellt, mit einem starken Glauben und Vertrauen auf Gott.

Helen Ashman wurde im Mother’s Hospital der Heilsarmee in Clapton, London, geboren. Ihre Eltern Betty und Don Ashman waren engagierte Christen, die sie im Glauben erzogen und behutsam mit den Prinzipien der Heilsarmee vertraut machten.

In der herzlichen Gemeinschaft des Heilsarmeekorps in Edmonton, Nordlondon, nahm Helen mit einem frohen und kindlichen Vertrauen Jesus als ihren Erlöser an.

Helen besuchte die Latymer School in Edmonton, wo sie als hervorragende Schülerin zahlreiche akademische und Sportpreise gewann. Nach dem Abschluss der Schule erwarb sie am Westfield College der University of London einen Bachelor of Arts in Englischer Sprache und Literatur und schloss am Goldsmiths‘ College der University of London ihr Lehramtsstudium ab. Anschließend war sie als Lehrerin tätig.

Sie lernte Shaw Clifton kennen, nachdem seine Eltern nach Edmonton bestallt worden waren, um dort die Versicherungsgesellschaft der Heilsarmee zu vertreten. Sie wurden Jugendfreunde und heirateten am 15. Juli 1967, als Helen neunzehn Jahre alt war.

Da sie sich durch die Liebe Gottes gedrängt fühlten, ihre weltlichen Berufe aufzugeben und anderen als Offiziere der Heilsarmee zu dienen, wurden die Cliftons 1973 in London als Leutnants bestallt. Helen Clifton diente mehr als 37 Jahre lang auf fünf Kontinenten. Wohin sie ging, gewann sie die Liebe und den Respekt der Menschen. Ihre Intelligenz, ihre Bescheidenheit, ihr freundliches Lächeln, ihre Gewandtheit im mündlichen und schriftlichen Ausdruck und ihr offenes Herz erwarben ihr zahllose Freunde und Bewunderer. In Korpsbestallungen in Burnt Oak, Enfield und Bromley im Vereinigten Königreich sowie Bulawayo Citadel in Rhodesien (Simbabwe) berührten ihre natürliche persönliche Wärme und ihre Selbstlosigkeit das Leben vieler Menschen.

Durch ihre Berufung in andere Kulturen geführt, gab Helen Clifton Englischunterricht für junge Afrikaner an der Mazowe Secondary School der Heilsarmee in Simbabwe und führte für die Offizierinnen am Hauptquartier in Pakistan wöchentliche Englischstunden durch, die sie direkt nach ihrer Ankunft 1997 ins Leben gerufen hatte. Sie hatte ein instinktives, visionäres Gespür für das enorme Potenzial der Frauenarbeit der Heilsarmee sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene.

Als sie gemeinsam mit Kommandeur Shaw Clifton die Arbeit der Heilsarmee im Vereinigten Königreich und Irland leitete, setzte sie die Eröffnung des ersten Frauenhauses der Heilsarmee für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution durch und zeigte großes persönliches Interesse an jedem Detail des Programms.

Der Hohe Rat 2006 wählte Kommandeur Shaw Clifton zum 18. General der Heilsarmee und am Sonntag, dem 2. April 2006, wurde Kommandeurin Helen Clifton Internationale Präsidentin der Frauenorganisationen. Sie reiste durch alle Kontinente, verstärkte und leitete den weltweiten Kampf der Heilsarmee gegen den Menschenhandel und ermutigte Salutisten überall, sich für die Unterdrückten und Misshandelten einzusetzen. Sie entwarf globale Strategien und handelte lokal. Dabei erreichte sie, dass Pornozeitschriften aus einem Geschäft an ihrem Wohnort entfernt wurden und Anzeigen der Sexindustrie aus der Lokalzeitung verschwanden. All dies setzte sie mit Selbstsicherheit, Anmut, Charme und einer eisernen Entschlossenheit durch. Sie war eine starke Leiterin, die immer auf eine natürliche, dialogorientierte Weise kommunizierte. Oft fesselte sie große Menschenmengen nur mit ihrer Bibel in der Hand. Sie hatte die seltene Gabe, tiefe Wahrheiten in einfacher Alltagssprache auszudrücken.

Kommandeurin Helen Clifton liebte ihre Kinder – Matt, Jen und John – mit einer beständigen, starken und zärtlichen Liebe. Sie ließ allen dreien die Freiheit zu eigenen Lebensentscheidungen, in Übereinstimmung mit dem heiligen Versprechen, das sie bei ihren Kinderweihen gegeben hatte. Helen war vernarrt in ihre Enkel – Hannah, Elijah, Amos, Hudson und Lincoln – und brachte denen, die ihre Schwiegerkinder wurden – Lynne, Marcus und Naomi – bedingungslose Liebe und Wertschätzung entgegen. All ihre Lieben und viele mehr standen regelmäßig in ihrem Gebetstagebuch.

General Shaw Clifton und Kommandeurin Helen Clifton bereicherten sich fast fünfzig Jahre lang durch ihre gegenseitige Liebe, Gemeinschaft und unerschütterliche Hingabe, vierundvierzig Jahre davon im heiligen Bund der Ehe. Gemeinsam folgten sie mit Gottes Hilfe ihrer heiligen Berufung und gemeinsam traten sie vor Kurzem in den Ruhestand. Diese Zeit erwies sich als unerwartet kurz, wenn auch geprägt von einer intensiven gegenseitigen Abhängigkeit und intuitivem Verstehen, da sich Helens Gesundheitszustand und ihre Fähigkeit zu kommunizieren rasch verschlechterten.

Begleitet von General i. R. Shaw Clifton und anderen Angehörigen wurde Kommandeurin Helen Clifton am Donnerstagmorgen, den 19. Mai 2011, ins St. Christopher’s Hospice aufgenommen. Mit ruhigem und unerschöpflichem Vertrauen auf Gott ging Kommandeurin Helen Clifton am Dienstag, den 14. Juni 2011, um 21.20 Uhr heim zu ihrem himmlischen Vater. General Shaw Clifton und andere Familienmitglieder sowie Offizierskollegen waren an ihrem Bett.

Im Rückblick auf ihr Leben als Heilsarmeeoffizierin hatte Kommandeurin Helen Clifton bei ihrer Verabschiedung im Januar 2011 gesagt: "Gott war all diese Jahre so großzügig zu uns. Er hat uns Tag für Tag endlose Gnade erwiesen. In jeder Aufgabe und jeder Situation ist er uns vorausgegangen. Er hat uns über alle Maßen gesegnet."

Wir haben etwas von der endlosen Gnade Gottes gesehen, da General Shaw Clifton und Kommandeurin Helen Clifton gezeigt haben, wie man in Zeiten der Not und Ratlosigkeit aus dem Glauben leben kann. Ihre ruhige, beständige Zuversicht und ihre Hingabe an Gott waren für diejenigen, die diese letzten schweren Tage mit ihnen teilten, sehr bereichernd.

Bitte würdigen Sie mit der weltweiten Heilsarmee Kommandeurin Helen Clifton, denn ihre heilige Berufung ist nun vollendet.

Wir beten, dass General Shaw Clifton und andere Familienmitglieder und Freunde den Frieden und die Gnade des auferstandenen Herrn Jesus erfahren. Salutisten auf der ganzen Welt beten in diesen Tagen für sie.

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