Zu wenig Trauerbegleitung

von / THQ

Zu wenig Trauerbegleitung Zu wenig Trauerbegleitung: Der Bestatter und Gründer einer Trauerakademie, Fritz Roth, hat eine mangelnde Begleitung Trauernder durch die großen Kirchen beklagt. Er träume von einer Neubelebung des Trauerpastorals. Doch die Kirchen bieten hier viel zu wenig, er spüre in der Praxis kaum etwas von einer Gemeinschaft, die Trauernden Halt gibt. Nach seinen Worten könnten die Kirchen etwa Trauerseminare und Trauerselbsthilfegruppen anbieten, doch dies geschehe "viel zu wenig oder nur halbherzig". Generell stehe es nicht gut um die Trauerkultur in Deutschland. Die Hinterbliebenen stünden meist hilflos dabei, wenn der Verstorbene "schnell und unauffällig beseitigt" werde. Die Gesellschaft müsse wieder lernen, "dass Trauer nicht nur ein vergängliches Gefühl ist, sondern vielmehr ein wichtiger Prozess der Verarbeitung von Verlust- und Trennungserlebnissen". Lobende Worte fand Roth für die Hospiz-Bewegung. Sie sei "ein Hoffnungszeichen, dass Menschen in Würde sterben können."

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