Wie sieht es bei dir aus?

Funktioniert der Abfluss deines Herzens?

von Claudia Klingbeil / Kinder-, Jugend- & Familienzentrum Chemnitz

In Palästina gibt es zwei Seen.
Der eine hat frisches, klares Wasser und beherbergt viele Fische. Dichtes Grün säumt sein Ufer. Bäume strecken ihre Zweige über sein Wasser und senken ihre Wurzeln tief in den Boden, um sein Wasser aufzusaugen. Jesus liebte diesen See.
 
Weiter im Süden Palästinas mündet der Jordan in einen anderen großen See. Dort hört man keinen Fisch, der aus dem Wasser springt. Kein Blatt regt sich hier; kein Vogel singt. Reisende meiden ihn und suchen sich einen anderen Weg, falls nicht dringende Geschäfte sie daran vorbeiführen. Schwer wie Blei hängt die Luft über der Wasserfläche, von deren Fluten weder Mensch noch Tier trinken will.
 
Wie kommt es, dass die beiden Seen so grundverschieden sind, obwohl sie gar nicht weit voneinander entfernt liegen?
Nicht der Jordan ist schuld; denn er bringt in beide Seen dasselbe klare, gute Wasser. Es liegt auch nicht am Untergrund der beiden Seen, auch nicht an dem Land, das sie umgibt.
Der See Genezareth empfängt das Wasser des Jordan und gibt es weiter. Der andere See dagegen bewahrt das Wasser, das er erhält und hütet es eifersüchtig. Er denkt nicht daran etwas abzugeben. Jeder Tropfen Wasser, der hineinfließt, bleibt darin.
Darin liegt also der große Unterschied! Der See Genezareth gibt und lebt. Der andere gibt nichts und ist tot. Darum nennt man ihn auch „Totes Meer“.
 
Ich frage mich: „Wie sieht es mit meinem Herzen aus? Ist mein Herz ein See Genezareth oder gleicht es eher dem Toten Meer.
Funktioniert der Abfluss in meinem Herzen? Oder leidet es an Verstopfung und behält alles was ihm schadet für sich?
Wieviel Trotz, wieviel Hass, wieviel Bitterkeit, wieviel Sorge, wie viele Gedanken, die zu starken Gefühlen geworden sind, belasten dein und mein Herz?
 
Ich bin dankbar zu wissen, dass Jesus „klären“ kann; ER gibt gutes frisches Wasser hinein; ER gibt neues Leben hinein und alles Abgestandene darf und soll hinausgespült werden.
Das Leben, dass Jesus gibt hält frisch und lebendig, was wir uns selber versuchen zu geben bringt uns auf Dauer um.
 
Bist du bereit deinen Wasserhaushalt von Jesus überprüfen zu lassen?
 
Danke Jesus, dass „alle meine Quellen in dir sind.“ (Psalm 87,7) Danke Jesus, dass du allein Lebenswasser gibst (Offb. 21,6).
Danke Jesus, dass du in die Tiefe meiner Seele und meines Herzens schaust.
Danke Jesus, dass du Schuld vergibst und alles „Abgestandene“ durch Leben ersetzen möchtest.
 
Wie sieht es bei dir aus? Funktioniert der Abfluss deines Herzens?

Claudia Klingbeil

 

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