von Anni Lindner Chemnitzer Kinder-, Jugend- und Familien­zentrum

Wer ist hier gestorben?

Niedergelegte Trauergebinde und Grablichter - um wen wird hier getrauert? Was ist passiert?
Ich bin immer getroffen und neugierig, wenn ich am Straßenrand eine solche Beileidsbekundung sehe. Wie gern wüsste ich, welcher Unfall hier geschehen ist, und wer der Mensch war, der sein tragisches Ende in aller Öffentlichkeit fand.
Ähnliches bewegte sicher den ein oder anderen Chemnitzer, der in den Tagen vor Ostern an der Skulptur "Liebesnest" am Konkordiaplatz vorbei spazierte, die aussieht wie eine riesige Dornenkrone. Dort feierten wir am späten Nachmittag des Karfreitages als Gemeinde eine Trauerversammlung für Jesus Christus. Oberstleutnantin Anette Janowski brachte in ihrer Andacht auf wunderbare Weise zum Ausdruck, was das Sterben Jesu für uns bedeutet. Anschließend legten wir rote Rosen mit Trauerschleifen nieder. Natürlich ergänzten wir auch eine Todesanzeige. In dieser war vermerkt, dass Jesus Christus sein Leben für uns gab, damit jeder, der glaubt, gerettet wird.
Am Ostersonntag wurden Blumen und Anzeige von uns entfernt. Stattdessen feierten wir, nur einige hundert Meter von diesem Platz entfernt, die Auferstehung unseres Herrn.
Im Chemnitzer Schlosspark wurde der große Pavillon erneut zur Bühne für einen lebhaften Gottesdienst. Durch das Rahmenprogramm mit Hüpfburg und Kinderschminken angezogen, blieben um die hundert Passanten und Besucher dabei. Es war ein Segen, unterstützt von der Immanuel Church diesen Sonntag zu gestalten. In klaren, eingängigen Worten predigte Oberstleutnant Achim Janowski die gute Nachricht, dass Jesus jedem Menschen individuell begegnen möchte.
Nur Gott weiß, welche Auswirkung diese Veranstaltungen in den Herzen der Menschen, die "zufällig" daran teilnahmen, haben wird. Als Korps Chemnitz haben wir auf jeden Fall die Atmosphäre dieser Tage genossen. Gottes Gegenwart und sein Segen waren in dieser Karwoche 2026 deutlich zu spüren.

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