Weihnachtsbotschaft von General Brian Peddle

von / International

Das Jahr 2020 war einzigartig, interessant und herausfordernd. Wir haben eine weltweite Pandemie durchlebt, deren Auswirkungen auch weiterhin unseren Alltag prägen. Wir haben die Menschheit von ihrer besten Seite gesehen, als Gemeinschaften zusammenrückten und sich um Schwache und Schutzbedürftige kümmerten. Wir haben die Menschheit von ihrer schlimmsten Seite gesehen, als der Rassismus Menschenleben forderte und gewalttätige Proteste von Demonstranten mit unterschiedlichen Standpunkten auslöste. All das zusammen hat uns in diesem Jahr sowohl beflügelt als auch erschöpft.

In unsere verkorkste, komplexe, sich ständig verändernde, unsichere und verwirrende Welt kommt Jesus als der Friedensfürst.

Jesus kannte Vorurteile, unterdrückerische politische Systeme, institutionalisierte Religion und Leid zur Genüge. Obwohl er als Mensch vor 2000 Jahren lebte, sind seine Worte auch heute relevant, weil er als Sohn Gottes eine ewige Perspektive hat.

Was hat uns Jesus also über den Frieden gelehrt? In der Bergpredigt zu Beginn seiner Lehrtätigkeit erklärte Jesus:

„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“
Matthäus 5,9

Als er später seine Jünger auf seinen Weggang und das Kommen des verheißenen Heiligen Geistes vorbereitete, sagte er: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Johannes 14,27).

Das ist derselbe Jesus, der dem Wind und den Wellen gebot: „Schweig! Verstumme!“ (Markus 4,39). Zu der Frau, die seine Füße in Simons Haus salbte, sagte er: „Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!“ (Lukas 7,50). Nachdem er seinen Jüngern vieles erklärt hatte, fügte Jesus hinzu: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Johannes 16,33).

Der Friede kennzeichnet das Erdenleben Jesu

Die Engel verkündeten seine Geburt mit den Worten: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lukas 2,14). Als Jesus nach der Auferstehung seinen Anhängern erschien, sagte er ihnen zu: „Friede sei mit euch!“ (Johannes 20,21).

Wenn Jesus so entschlossen den Frieden Gottes weitergab, müssen wir dies ebenfalls tun. Doch wir können nichts mit anderen teilen, was wir nicht zuerst für uns selbst haben. Daher müssen wir sicherstellen, dass wir in Beziehung mit Gott leben und seinen Frieden empfangen, der unser Verstehen übersteigt, aber unsere Herzen und Gedanken in Christus Jesus bewahrt (Philipper 4,7). Aus dieser Position des Friedens, der Konzentration auf Gott (Jesaja 26,3), können wir den Frieden Gottes auch in den Stürmen des Lebens erfahren und ihn mit anderen teilen. Wir werden Kinder Gottes genannt, wenn wir Frieden schaffen, Frieden bringen und Frieden bauen, weil wir anderen das Wesen und den Charakter Gottes vermitteln.

Lasst uns also in dieser Adventszeit und darüber hinaus Menschen des Friedens sein. Möge allein schon unsere Anwesenheit Frieden in Räume, Situationen und Leben bringen, weil der Heilige Geist in uns lebt. Mögen unsere Worte Worte des Friedens sein, weil wir Gottes Worte weitergeben. Wo immer Sie sind und in welcher Situation Sie sich auch befinden, mögen Sie den Frieden Gottes heute erfahren.

Brian Peddle
General

Bibelzitate sind, sofern nicht anders vermerkt, der Lutherbibel 2017 entnommen.

Zurück