Vorstellung der Oberstleutnants Cachelin

von / THQ

In folgendem Grußwort ans Territorium stellen sich der neue Chefsekretär und die neue Territoriale Sekretärin für Erwachsenen- und Familienarbeit, Oberstleutnants Hervé und Deborah Cachelin, vor.

Gesegnetes neues Jahr - Palaimintas Naujieji Metai - Błogosławiony Nowy Rok

Im englischen Sprachraum heißt der Stephanstag, also der 26. Dezember, „Boxing Day“. Dieser Name erinnert daran, dass an diesem Tag Haus- und Geschäftsangestellte ein Geschenk von ihren Dienstherren in einer „box“ (Schachtel) erhielten. „Boxing day“ bedeutet jedoch wörtlich „Tag des Einpackens“, und für meine Gattin und mich war dies vor wenigen Wochen auch wirklich der Fall. Zwölfmal haben wir bereits in unserer Ehe unsere Schachteln, Kartons und Koffer hervorgeholt, weil uns die Heilsarmee eine neue Aufgabe anvertraut hatte. Auf einigen Koffern sind die Aufkleber noch zu finden, darunter Bern, Zürich, die Goldküste in Australien, London, Basel, Sunbury-on-Thames und jetzt Köln. Jede neue Aufgabe brachte neue Herausforderungen und neue Freuden; Korpsarbeit, Jugendarbeit, Verantwortungen an Offiziersschulen, Divisionshauptquartieren; und zuletzt die Leitung des International College for Officers, an dem sich Offiziere aus aller Welt zu sechswöchigen Zeiten der Einkehr, des Austauschs und des Lernens treffen.

Ideenreicher, beweglicher, anpassungsfähiger

In jedem Land des Territoriums Deutschland, Litauen und Polen hatte ich das Vorrecht, kurze Diensteinsätze zu leisten: In Deutschland war es ein Wochenende für Kandidaten, ein Brengleseminar und mit meiner Gattin zusammen die Leitung eines Familientags. Litauen besuchte ich mit einer Gruppe Offiziersschüler aus der damaligen Europäischen Offiziersschule, und ich durfte in Deutschland in dem Team mitwirken, das die Heilsarmeearbeit in Polen eröffnete. Ganz unvertraut sind uns also diese Länder nicht. Aber vor uns steht eine steile Lernkurve, bis wir die Offiziere und Dienststellenleiter, die Programme und Gebäude jedes Standortes kennen. Hinter der Reihenfolge dieser Aufzählung steckt eine felsenfeste Absicht: Zuerst Menschen, dann Aktivitäten, und erst an dritter Stelle Räumlichkeiten. Diese Reihenfolge ist auch in der großartigen Definition des Auftrags der Heilsarmee zu finden, die uns General John Gowans hinterlassen hat, hier zum besseren Verständnis etwas verändert wiedergegeben: „Menschen für Christus gewinnen, Gläubige zu Jüngern entwickeln und menschliche Not lindern.“ Auch hier geht es zuerst um Menschen, dann um Dienste – alles Übrige muss sich diesen zwei Prioritäten unterordnen. Die Heilsarmee im 21. Jahrhundert muss ideenreicher, beweglicher, anpassungsfähiger werden, denn wir leben in einer äußerst schnelllebigen Kultur. Was wir einst als Vermögenswerte betrachtet haben, kann uns bald einmal zur Fußfessel werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken Oberstleutnants Marsha-Jean und David Bowles für ihre großartigen Dienste der letzten 20 Jahre in diesem Territorium. Es wird wohl etliche Zeit dauern, bis wir uns auch nur annähernd ihr Wissen und ihre Erfahrung angeeignet haben.

Die Heilsarmeeleitung hat für uns eine intensive Amtsantrittsreise für die Monate Januar und Februar zusammengestellt, die uns ermöglichen wird, beinahe alle Standorte kennenzulernen (siehe Seite 21). Bitte beten Sie und tragen Sie dazu bei, dass es bei dieser Reise zu tief greifenden und aufbauenden Begegnungen kommt. Auf die Zusammenarbeit mit Kommandeurin Marie Willermark freuen wir uns sehr – ein kurzes Ferngespräch mit ihr und was wir über sie gelesen haben, stimmt uns zuversichtlich, dass ihr um dieser Zeit willen (vgl. Esther 4,14) die Leitung Ihres Territoriums anvertraut wurde. Wir werden unser Bestes tun, um sie darin zu unterstützen.

Wir freuen uns, Sie recht bald wiederzusehen oder kennenzulernen.

Herzlich, Ihre

Hervé und Deborah Cachelin,

Oberstleutnants

Chefsekretär und Territoriale Sekretärin für Erwachsenen- und Familienarbeit

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