Vorbereitung auf den Tod

Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann rät, sich zeitig auf sein Sterben vorzubereiten.

von / THQ

Dazu gehörten einerseits sachliche Dinge wie etwa eine Patientenverfügung oder ein Organspenderausweis, aber auch die innere Einstellung zum Tod. Käßmann hatte sich im letzten Jahr einer Brustkrebsoperation unterziehen müssen. In der Zeit ihrer Krankheit habe sie tiefer als sonst über die eigene Endlichkeit nachgedacht. Dabei habe sie etwa die Frage bewegt: "Könnte ich mein Leben loslassen?" Obwohl sie gern noch länger leben würde und zum Beispiel ein Enkelkind im Arm halten würde, meinte sie, dass sie mit dem Sterben fertig werden könnte. Für eine solche Haltung sei eine vertrauensvolle Gottesbeziehung nötig. Diese entstehe nicht plötzlich, sondern entwickle sich über Jahre. Deshalb sei es wichtig, schon Kindern eine Gottesbeziehung zu vermitteln.
Zum Umgang mit Leid sagte sie: "In der Bibel steht nicht, dass Gott uns vor allem Leid beschützt, sondern dass Gott uns begleitet, wenn Leid, Krankheit, Tod da sind." Krankheit sei keine Strafe Gottes; er schicke nicht Leid, um jemandem wehzutun.

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