Versöhnung ist "Sauerstoff für die Seele"

Vergebungsbereitschaft fördert nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen, sondern dient auch dem eigenen Wohlbefinden.

von / THQ

Darauf machen Seelsorger in der vom Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden herausgegebenen Zeitschrift "Wort und Geist" aufmerksam. Nach Ansicht des Pastors Roman Siewert machen nicht bearbeitete Kränkungen krank. Sie bewirkten Herz- und Kreislauferkrankungen, Schlafstörungen und andere körperliche Symptome wie Magendrücken, Kopfschmerzen und ständig wechselnden Blutdruck. Betroffenen empfiehlt Siewert das Lebenskonzept des Apostels Paulus: "Lasst euch von Gott versöhnen mit eurer Herkunftsfamilie, mit dem eigenen Lebensweg, mit Ehe und Familie und mit schwierigen Mitmenschen" (nach 2. Korinther 5,20).

Versöhnung, die Gott schaffe, sei "Sauerstoff für die Seele", die neue Kräfte freisetze. Nach den Worten seines Schweizer Amtsbruders Werner Kniesel bedeutet Vergeben nicht, zugefügtes Leid einfach zu vergessen. Es gehe vielmehr darum, einen anderen nicht für sein verletzendes Verhalten zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Das sei jedem Menschen möglich, auch wenn es schwer falle. Dabei solle man nicht damit rechnen, dass sich sofort positive Gefühle einstellten oder dass zerstörte Beziehungen rasch in Ordnung kämen. Mit der Bereitschaft zum Vergeben gebe man Gott die Chance, mit dem Heilungsprozess zu beginnen.

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