Ukraine zeichnet Heilsarmee in Georgien aus
Orden des Heiligen Pantaleon für Flüchtlingshilfe
Die Heilsarmee in Georgien wurde für ihre herausragende Arbeit bei der Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge mit dem Orden des Heiligen Pantaleon ausgezeichnet. Der Orden wird im Namen der ukrainischen Regierung verliehen. Der Territorialkommandant für das Gebiet Osteuropa (Bulgarien, Georgien, Moldawien, Rumänien und die Ukraine) Oberst João Paulo Ramos sagte: „Es ist eine große Ehre, dass die Arbeit der Heilsarmee auf diese Weise gewürdigt wird." Der Orden des Heiligen Pantaleon ist nach dem Schutzpatron der Ärzte und Hebammen benannt.
Seit Beginn des Krieges unterstützt die Heilsarmee in Georgien Familien, die aus der Ukraine vertrieben wurden. „Wir verteilen Kleidung, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs", berichtet Major Rezo Bakhtadze, der Divisionskommandeur von Georgien. „In der Stadt Batumi haben wir eine Kantine eröffnet, in der täglich 120 bis 130 Menschen warme Mahlzeiten erhalten." Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: „Wir führen ein Nachmittagsprogramm durch, bei dem die Kinder eine Mahlzeit erhalten und an Gruppenaktivitäten teilnehmen können. So können die Eltern arbeiten, da sie wissen, dass ihre Kinder gut betreut werden." Darüber hinaus hat die Heilsarmee in Georgien auch Winter- und Sommercamps für Kinder und Jugendliche organisiert. „Die Ukrainer sagen oft, dass sie sich durch unsere Fürsorge und Unterstützung wirklich zu Hause fühlen, auch wenn sie weit weg von ihrer Heimat sind", berichtet Rezo Bakhtadze.
Jugendclub und Kochkurse
Auch in unserem Territorium, das aus Deutschland, Litauen und Polen besteht, engagiert sich die Heilsarmee seit Beginn des Angriffskrieges für die Ukrainer. Vor allem Frauen mit Kindern oder Senioren flüchteten in das benachbarte Polen. Die Heilsarmee leistete Hilfe an der Grenze, in Bahnhöfen und Notunterkünften. „Im vergangenen Jahr hat die Heilsarmee in Warschau mehr als 700 Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und Beratung versorgt. Wir bieten Hilfe bei Übersetzungen und Arztbesuchen. Für ukrainische Kinder und Jugendliche gibt es ein Nachmittagsprogramm, einen Jugendclub und Kochkurse“, berichtet Korps-Leiter Oleg Samoilenko. In Litauen erhalten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine eine zusätzliche psychologische Betreuung. „Seit diesem Monat gibt es eine Gruppe für Mütter und Kinder, die gemeinsam die litauische Sprache erlernen", berichtet Susanne Kettler-Riutkenen, die Leiterin der Heilsarmee in Litauen. „Das entspricht dem steigenden Bedarf nach Integrationsprojekten für Ukrainer, die nicht so schnell wie geplant in ihre Heimat zurückkehren können."
In Deutschland haben die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heilsarmee Hilfstransporte in die Kriegsgebiete organisiert, stellten Unterkünfte, Lebensmittel, Decken, Kleidung und Medikamente bereit und helfen den Geflüchteten weiterhin mit Rat und Tat beim Ankommen in einem fremden Land.