„Tempel oder Bruchbuden?“ – Bibelwoche in Korps Warschau

von / Polen (Armia Zbawienia)

Mehr als 25 meist obdachlose Menschen kamen täglich zur Bibelwoche des Korps Warschau. Unter der Leitung der Majore Peter und Susanna Allenbach (Korpsoffiziere in Biel/Schweiz) ging es um Dienst am Nächsten, Freude und Eigenverantwortung.

„Sind wir Tempel Gottes oder Bruchbuden Satans?“ Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch die Woche. Jeder hat die Wahl. Jesus aber liebt uns mit unermesslicher Liebe und wartet sehnsüchtig auf seine verlorenen Kinder. An jedem Tag gab es nach dem Bibelstudium ein Mittagessen für jeden Teilnehmer. Möglich machte dies eine großzügige Spende aus Deutschland. Nachmittags wurde die Lehre von Zeugendienst und Nächstenliebe in die Praxis umgesetzt: Auf der Straße sprachen einige Teilnehmer Menschen auf Jesus an, zwei Männer halfen einer alten Frau, die Einkaufstüten zu tragen, einer half einer Schwangeren, den Kinderwagen zu verstauen. Und ein Obdachloser, der in eine Personenkontrolle kam, nutzte die Gelegenheit, dem Polizisten zu erklären, was es heißt, Bürger des Himmels zu sein. Es waren fröhliche Zeugnisse der Liebe Jesu.

Zur Bibelwoche gehörte auch ein Kindernachmittag. Und am Freitag konnten die Teilnehmer die Lieder, die sie in der Woche gelernt hatten, im Freien vortragen. Sie begleiteten Adam Głodek und sein Team, die wie immer Suppe, Brot und Tee hinter dem Ostbahnhof verteilten. Es regnete in Strömen, aber es flossen auch Tränen der Rührung, und einige der Anwesenden baten um ein Gebet. Zum feierlichen Abschluss der Woche, dem sonntäglichen Gottesdienst, fanden die vielen Obdachlosen teilweise keinen Sitzplatz. Alle dankten den Majoren Susanna und Peter Allenbach herzlichst, und diese antworteten mit einem prächtigen Schweizer Jodel-Juchzer. Möge die in die Herzen gestreute Freude reiche Frucht tragen und manchen Teilnehmer dazu bewegen, sich selbst als Tempel Gottes hinzugeben.

Gabrielle Głodek

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