Stellungnahme der Heilsarmee

zu einem Vorfall in Guben

von / THQ

Verschiedene Medien haben am Samstag, dem 18. August, darüber berichtet, dass bei einem Fest der Heilsarmee in Guben (Brandenburg) am Donnerstagabend ein sechsjähriges Mädchen im Keller von einem 15-jährigen Jungen missbraucht worden sein soll. Bei dem mutmaßlichen Täter solle es sich um einen Jungen handeln, der in einem Projekt der Heilsarmee für Schulabbrecher betreut wurde.

Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist: Der geschilderte Vorfall fand weder im Zusammenhang mit einer Heilsarmeeveranstaltung noch auf dem Gelände der Heilsarmee in Guben statt.

Unabhängig davon sind wir als Heilsarmee tief erschüttert von dem Vorfall, der sich in der Nachbarschaft unserer Gemeinde in Guben zugetragen haben soll – also mitten unter den Menschen, für die wir da sind und denen wir dienen möchten. Unser Mitgefühl und auch unsere Gebete gelten in erster Linie den betroffenen Familien.

Als Heilsarmee kämpfen wir für das seelische und körperliche Wohl der Menschen in unserer Umgebung. Deshalb legen wir auch besonderen Wert auf die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in unseren Gemeinden und Einrichtungen. Aus diesem Grund hat die Heilsarmee schon vor einiger Zeit für ihre Kinder- und Jugendarbeit das Jugendschutz-Programm "Sicher&Stark" eingeführt, das für alle Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit zwingend verbindlich ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Kinder und Jugendliche im Rahmen von Heilsarmee-Veranstaltungen und -Räumlichkeiten einen besonderen Schutz genießen.

Zur Darstellung des Vorfalls in den Medienberichten weisen wir deshalb darauf hin, dass es bei dem geschilderten Vorfall keinen Zusammenhang zu einer Veranstaltung oder zu Räumlichkeiten der Heilsarmee gibt: Das Fest der Heilsarmee war bereits gegen 17.30 Uhr zu Ende und die Besucher haben das Gelände verlassen. Nachdem die Mitarbeiter aufgeräumt haben, war das Gelände der Heilsarmee um 18.15 Uhr menschenleer und sämtliche Heilsarmee-Räumlichkeiten verschlossen. Der Keller, in dem sich der Vorfall nach 18.30 Uhr ereignet haben soll, gehört nicht zu den Räumlichkeiten der Heilsarmee.

Darüberhinaus gehörte der mutmaßliche Täter auch nicht zu den Teilnehmern des Festes.

Außerdem: Die Heilsarmee in Guben bietet zwar verschiedene Nachbarschaftsprogramme an, jedoch kein Projekt für Schulabbrecher. Der mutmaßliche Täter wurde von der Heilsarmee nicht betreut.

Wir bedauern die falsche Darstellung des Vorfalls in den Medien sehr, weil sie unsere Arbeit für die Menschen in Guben beeinträchtigt.

Für weitere Fragen und Informationen steht der Pressesprecher der Heilsarmee, Andreas W. Quiring, unter 0163/8687 740 oder unter andreas.quiring(at)heilsarmee.de zur Verfügung.

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