"Seniorenehe"

Für Angehörige des Bundes Freier evangelischer Gemeinden bleiben Ehen ohne Trauschein tabu. Dies erklärte der Präses der Freikirche, Peter Strauch.

von / THQ

Anlass ist der zunehmende Wunsch nach einer "Seniorenehe", eine kirchliche Trauung ohne zuvorige standesamtliche Eheschließung. Auf diese Weise wollen Betroffene ihre Rentenansprüche wahren, denn bei einer Wiederverheiratung verlieren Witwer und Witwen ihre Hinterbliebenenansprüche.

Die Leitung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden hält daran fest, dass keine Ehe ohne standesamtliche Trauung geschlossen wird. Das gelte für Senioren ebenso wie für junge Leute, denen man schon immer gesagt habe, dass Christen sich an die Gesetze halten müssten. Eine Eheschließung außerhalb der staatlichen Ordnung widerspreche auch dem Engagement für den besonderen Schutz der Ehe. Eine "private" Eheschließung würde, so die Freikirche, das öffentliche Verständnis von Ehe weiter aushöhlen und sie auf die Stufe eheähnlicher Partnerschaft stellen.

Gemeinden, in denen über "Seniorenehen" nachgedacht wird, könnten den Betroffenen finanzielle Hilfen anbieten, damit der Gang zum Standesamt nicht an wirtschaftlichen Zwängen scheitern müsse.

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