von Simona Doettling Korps Wuppertal

Auf ein Wort!

Durch Christus sind wir frei geworden, damit wir als Befreite leben. Jetzt kommt es darauf an, dass ihr euch nicht wieder vom Gesetz versklaven lasst. Galater 5,1 (Hoffnung für alle)

Im Sommer ist häufig eine etwas ruhigere Zeit mit weniger Pflichten. Die Kinder haben Ferien, manche gehen in Urlaub, andere genießen ein paar ruhigere Tage zuhause. Manchmal entsteht der Eindruck, dass durch weniger Pflichten mehr Freiheit ins Leben kommt. Nach dem Urlaub ist dann immer die Frage, wie man weiter durchhält und wann die nächste freie Zeit ansteht, in der man es „etwas lockerer“ angehen lassen kann. Manche träumen davon diese Freiheit aus dem Urlaub auch in den Alltag hineinnehmen zu können. Doch ist das wirklich möglich?

Der Vers aus dem Galater-Brief macht Hoffnung. Paulus schreibt, dass ein Leben im Alltag als Befreite möglich ist. Doch welche Art von Freiheit ist hier gemeint?

Dazu müssen wir ein bisschen in den Zusammenhang eintauchen. Die Menschen damals waren unter dem Gesetz. Das Gesetz war hart und hatte zahlreiche Vorschriften. Jede kleinste Verfehlung musste mit einem Opfer-Ritual wieder gut gemacht werden. Im Prinzip war das eine Gesellschaft, die davon ausging, dass sie aufgrund dessen, was sie tun, gerecht werden. War etwas ungerecht, haben sie das entsprechende Opfer gebracht und gehofft, dass dadurch die Gerechtigkeit wiederhergestellt würde. Konnte man sich das Opfer nicht leisten, musste man die Strafe im Gefängnis absitzen. Hierbei ging es nicht nur um zwischenmenschliches, sondern auch um Gebote, die die Beziehung zu Gott oder sich selbst regeln. Gotteslästerung oder die Nicht-Einhaltung des Sabbats wurde ähnlich streng bestraft, wie ein Diebstahl.

Diesen, vom Gesetz geplagten Menschen, hat Paulus die frohe Botschaft verkündet, dass Jesus dieses Gericht bereits erfüllt hat. Er erklärte, dass Jesus der von Gott angekündigte Retter ist, der für alle menschlichen Fehler gekommen ist. Jesus hat alle Schuld, die wir auf uns geladen haben, abgenommen. Wir müssen nicht mehr selbst für die Wiedergutmachung unserer Fehler aufkommen. Denn Jesus hat die Wiedergutmachung für uns übernommen. Er hat uns befreit.

Und nun kamen andere Menschen, die gesagt haben, dass Jesus nicht ausreichen würde, und dass sie das mit Taten beweisen müssten. Hier stellt Paulus eindeutig fest:

Jesus reicht aus. Jesus hat uns befreit. Er hat unsere Strafe auf sich genommen. Wir dürfen frei sein und frei bleiben. Wir müssen uns nicht mehr auferlegen. Wir dürfen in dieser Freiheit leben.

Und das gilt auch uns heute: Wir dürfen in dieser Freiheit leben. Jesus hat auch unsere Schuld auf sich geladen. Wir dürfen in Freiheit, aber auch in Dankbarkeit für diese Freiheit leben. Diese Freiheit führt zu einem Leben in Gelassenheit, Dankbarkeit, Nachsicht, Ruhe, Selbstbeherrschung, Geduld,… und vieles mehr.

Bist du schon frei?

Befreite Grüße, Ihre

Simona Döttling, Kadettin

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