von Claudia Klingbeil Korps Wuppertal

Rundbrief Mai / Juni

Auf ein Wort!

Matthäus 28, 18: Jesus spricht: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“

Wir steuern in großen Schritten auf Himmelfahrt und Pfingsten zu. Dieses Bibelwort ist einer der letzten Sätze, die Jesus auf dieser Erde gesagt hat. Er war mit seinen engeren Mitarbeitern und Jüngern zum letzten Mal zusammen und prägte ihnen ein: Ihr sollt wissen, dass Gott mir alle Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben hat. Ich verspreche euch, dass ich jeden Tag bei euch bin, was immer kommen mag. Ihr könnt mit mir rechnen. Darum geht hin zu den Menschen und sagt ihnen, dass sie ihr Leben mir anvertrauen sollen.
Dadurch waren die Mitarbeiter von Jesus nicht nur auf ihre eigenen Fähigkeiten angewiesen. Denn Jesus wusste, dass sie Menschen treffen werden, die ihnen widersprechen, die sich über sie lustig machen und Ihnen eventuell auch Schwierigkeiten bereiten. Viele von diesen Menschen damals waren religiös und glaubten an ihre Götter. Außerdem wollten sich viele durch ihr eigenes   frommes Tun den Himmel verdienen. Aber sie hatten niemand, der sie in die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott brachte.

Die Nachfolger von Jesus erzählten diesen  Menschen, dass Jesus der Weg zu Gott ist. Der auch ihre Schuld vergibt, weil er dafür am Kreuz gestorben ist. Das sollten alle wissen, zumal Jesus auch gesagt hatte, dass ohne ihn niemand zu Gott kommt.
Durch seine Aussage sagt Jesus, dass er jeden Tag bei seinen Leuten sein wird. Deshalb konnten sie immer mit seinem Wirken rechnen, wenn sie mit anderen von Jesus sprachen. So kamen immer mehr Leute zum Glauben an Jesus und vertrauten ihm ihr Leben an. Sie merkten, dass Jesus anders ist als ihre bisherigen Götter. Er ist der lebendige Herr, mit dem man den Alltag bewältigen kann. Er hat Möglichkeiten, die wir nicht haben.

Das ist heute nicht anders. Deshalb ist es entscheidend, dass wir mit Jesus rechnen, wenn wir Menschen für ihn gewinnen wollen. Unsere Fähigkeiten reichen dafür nicht aus. Wir können uns nicht auf unsere Begabungen verlassen, auch nicht auf unsere Argumente für den Glauben, die wir ins Gespräch bringen. Unsere Überzeugungskraft reicht auch nicht aus.  Wenn einem Menschen klar werden soll, dass er Jesus braucht, muss Jesus selbst an ihm wirken. Manchem gibt er auch die Sehnsucht ins Herz zu fragen, wie er ein Leben mit Jesus beginnen kann. Dazu steht im Johannesevangelium (Joh.1, 12), dass wir Jesus in unser Leben aufnehmen sollen, damit wir Kinder Gottes werden. So erlebt jeder, der zu Jesus kommt, dass er unser Leben verändert. Jesus gibt uns aber auch die Gewissheit, dass wir zu Gott gehören. Ebenso gibt er uns die Kraft, dass wir nach Gottes Willen leben können.
Deshalb sollen wir andere zu Jesus einladen. Entscheidend ist dabei, dass wir mit seiner Hilfe rechnen, denn unsere eigenen Bemühungen werden immer zu wenig bewirken. Das gilt für jeden Christen, der andere Mitmenschen für Jesus gewinnen will. Die Vollmacht für unser Tun liegt nicht in uns, sondern in Jesus. Lasst uns neu damit rechnen, dass Jesus durch uns wirkt und dass seine Kraft in uns mächtig ist. Ich freue mich darauf das zu erleben.    

Herzliche Grüße, Ihre

Claudia Klingbeil, Majorin

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