von Simona Doettling Korps Wuppertal

Rundbrief März und April

Auf ein Wort!

Du weißt, wonach ich mich sehne, Herr! Du hast doch all mein Stöhnen gehört!
Denn ich verlasse mich auf dich, mein Gott und Herr. Psalm 38,10+16

Ich höre und lese in letzter Zeit immer wieder, dass Menschen den Frühling sehnsüchtig erwarten. Der Winter soll endlich vorbei sein. - Der Winter ist für viele eine "Rutschgefahr" oder gar eine depressive Phase, weil vieles dunkler ist als sonst. Es gibt viele, die den Winter gerne hinter sich lassen und sich auf den Frühling freuen, wenn es wieder wärmer und bunter wird. Da ist eine tiefe Sehnsucht nach dem Frühling, nach Wärme, nach mehr Licht vorhanden.

In diesem Psalm geht es ursprünglich um mehr als "nur" das Wetter. Es geht um Krankheit und Schmerzen. David beschreibt in dem Psalm ausführlich, wie sehr er leidet. Seine Schmerzen und sein Leid sind für ihn aber kein Grund um sich zurückzuziehen. Im Gegenteil: Es bringt ihn näher zu Gott. Er fängt an mit Gott zu reden und ihn zu fragen. David betet und klagt Gott sein Leid. Nach einer ausführlichen Beschreibung sagt er ganz klar zu Gott: "Du weißt, wonach ich mich sehne, Herr!" Er bringt damit zum Ausdruck, dass Gott ganz genau weiß, was David braucht. Dass Gott ihn kennt. Dass Gott da ist. Und dass Gott die Macht hat, etwas an der Sache zu ändern. Dann klagt David weiter. Er beschreibt seine körperlichen Einschränkungen und erzählt, was das für Auswirkungen hat. - Auswirkungen, die in sein Umfeld hineinreichen. Auswirkungen in Freundschaften, in dem gesellschaftlichen Leben. David steht vor Fragen, die er nicht beantworten kann. Er fragt sich, warum das so ist, wie es ist. Er kann es nicht verstehen und schon gar nicht den Menschen antworten, die ihn fragen.

Auch deshalb kommt er in Vers 16 zu der Überzeugung: "Denn ich verlasse mich auf dich, mein Gott und Herr." David weiß, dass er es selbst nicht erklären kann. Hier ist er offensichtlich auf Gottes Hilfe angewiesen. Und auf diese Hilfe von Gott will er sich verlassen, weil er weiß, dass Gott verlässlich ist.

Bei diesem Psalm stellt sich mir die Frage: Was ist meine Sehnsucht? Habe ich meine Sehnsucht schon zu Gott gebracht, wie David damals? Und habe ich auch das Vertrauen, dass auf Gott
verlass ist?

Ich wünsche Ihnen diese Gewissheit, die David hatte, dass auf Gott Verlass ist.
Und dass Gott da ist. Und dass Gott durchtragen kann. Egal, wie unsere Sehnsucht aussieht. Gott kann diese Sehnsucht stillen!

Herzliche Grüße, Ihre
Simona Döttling, Kadettin

Zurück