Rückblick der letzten Monate

von / Korps Hannover

Liebe Freunde der Heilsarmee Hannover,

seit mehr als einem Jahr leben wir in Umständen, die niemand von uns erwartet hätte und die viel verändert haben. Am Anfang der Pandemie versuchten wir nur von Tag zu Tag mit der Situation umzugehen und kurzfristige Lösungen zu finden. Wir träumten vom Leben nach der Pandemie. Doch nach einigen Monaten mussten wir alle akzeptieren, dass das Pandemie-Leben weitaus länger unseren Alltag beeinträchtigen und beeinflussen würde. Es ging fortan darum, langfristiger zu planen, einen neuen Alltag und eine neue Normalität zu schaffen.

Wie sahen die letzten Monate für Korps Hannover aus?

Die Gottesdienste haben wieder angefangen. Leider darf man nicht singen, aber in den Worten und Melodien der Lobpreis- und Heilsarmee Liedern finden wir Hoffnung und Freude. Auch unser Gottesdienst auf Deutsch-Bulgarisch läuft weiter und es ist jede Woche eine Überraschung, wer kommen wird und was passieren wird, und es ist ein Segen, wie Gott zu uns spricht und in uns wirkt. Wir haben uns sehr gefreut, in diesem Jahr Palmsonntag, Ostern und Pfingsten gemeinsam und vor Ort feiern zu dürfen, was im letzten Jahr nicht möglich gewesen war. 

Unser Kinderprogramm hat noch nicht offiziell wieder begonnen, aber wir haben dennoch von Anfang an den Kontakt zu den Kindern gehalten und versucht, sie so oft wie möglich zum Spielplatz zu bringen oder haben mit ihnen gebastelt, gebacken, Lego gespielt und vieles mehr. Als die Schulen durchgehend geschlossen waren, haben wir eine Zeitlang auch Nachhilfe angeboten. Unser Ziel ist weiterhin, ihnen bei der Integration in Hannover zu helfen, ihre Kreativität zu fördern und ihnen eine Welt außerhalb des Rotlichtmilieus zu zeigen. Einmal die die Woche bieten wir zudem einen Kindergottesdienst an, an dem einige Kinder teilnehmen.

Wir waren in den letzten Monaten, auch wenn alle Bordelle, Bars und Clubs zu sind, viel im Rotlichtmilieu unterwegs, konnten Frauen dort besuchen und unterstützen.

Trotz Schneechaos für Menschen unterwegs

In den vergangenen Monaten haben wir mit viel Freude mit anderen Kirchen und Organisationen zusammengearbeitet. Als Hannover sich Anfang Februar in eine „sibirische Landschaft“ verwandelt hatte, haben wir die Marktkirche unterstützt, als sie ihre Räume nachts für Wohnungslose öffnete und waren als Ansprechpersonen selbst vor Ort. Gerne waren wir auch beim Weltgebetstag dabei und unterstützten die Neustädter Hof- und Stadtkirche, die in diesem Jahr Gastgeberin war. Wie jedes Jahr waren wir auch bei der ökumenischen Essenausgabe dabei, denn wie man so schön sagt „nach der Saison ist vor der Saison“. Nun sind wir schon dabei, die nächste Saison zu planen und freuen uns wieder mit anderen Kirchen und Organisationen mehrere Wochen lang Menschen in Not eine warme Mahlzeit anzubieten. 

Beim Kälteausbruch Anfang Februar haben wir unsere Räume als Wärmestube benutzt; wir waren mit Kaffee, Socken und Mützen unterwegs und haben Frauen und Männer unterstützt, die den Weg zu Notschlafstellen nicht schafften und in der Kälte blieben.

Langsam kehren wir zur Normalität zurück!

Seit kurzem darf unsere Bibelstunde wieder stattfinden, was alle Teilnehmer sehr freut – es ist so schön, zusammen die Bibel zu lesen und zu beten. Unsere Hauskreise fanden seit Beginn der Pandemie über Zoom statt.

In den letzten Monaten fanden Gebetszeiten in verschiedenen Sprachen, Formen und Gruppen statt. Wir sind immer wieder verblüfft, wie Gott wirkt, Gebete erhört und Frieden schenkt.

Unsere eigene, kleinere Essenausgabe konnte leider aus Platzmangel noch nicht wieder anfangen, aber seit zwei Wochen bieten wir den Gästen der Kleiderkammer Kaffee und Snacks „To-Go“ sowie Hawaii-Toasts oder heiße Sandwiches an. Dies ist auch eine Möglichkeit für Gespräche, Seelsorge und soziale Beratung.  

Ein Highlight im Mai war eine kleine Hochzeit im engsten Kreise, die bei uns gefeiert wurde.

Zeichen der Hoffnung mitten in der Pandemie

Wie Sie sehen, ist bei uns viel los. Wie immer haben wir versucht auf Nöte zu reagieren, für Menschen da zu sein und einen Ort für Gemeinschaft und Ruhe zu sein. Die letzten Monate sind für viele Menschen sehr hart gewesen, das Leben von einigen Menschen ist noch schwerer geworden, viele hatten mit Depression und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen und die Frage „Wann ist diese Pandemie endlich vorbei?“ hat uns alle beschäftigt. Aber wir durften viele schöne Momente miteinander erleben und sehen immer wieder Zeichen der Hoffnung.

Wie Sie helfen können:

Wenn Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, können Sie:

  • Für uns beten
  • Warme Schuhe und Kleidung für unsere Kleiderkammer spenden
  • Uns finanziell unterstützen (www.heilsarmee.de/hannover/spenden)
  • Uns Lego Figuren zusenden (denn die Kinder fragen immer wieder danach und ich finde leider keine)

Wenn Sie Hilfe brauchen, können Sie …

  • zu unserer Kleiderkammer kommen (donnerstags von 13:00 bis 14:00 Uhr) oder telefonisch einen Termin vereinbaren (0511 322 660)
  • uns Ihre Gebetsanliegen per Telefon mitteilen und wir beten gerne für Sie.

Wir sagen Danke!

Wir bedanken uns sehr für Ihre Hilfe und Unterstützung und sind sehr gerne weiterhin für die Menschen in Hannover da!

Mit freundlichen Grüßen und Segenswünschen

Christine Tursi

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