Plön / Nationale Offiziersrüstzeit

Fallende Blätter, sinkende Temperaturen und aufkommende Herbststürme, so kann man die Wetterlage in Plön beschreiben.

von / THQ

Plön / Nationale Offiziersrüstzeit: Fallende Blätter, sinkende Temperaturen und aufkommende Herbststürme, so kann man die Wetterlage in Plön beschreiben. Dennoch machten sich die Heilsarmeeoffiziere aus ganz Deutschland auf den Weg zum Seehof, dem christlichen Freizeit- und Tagungszentrum der Heilsarmee in Plön. Das wunderschön gelegene Zentrum war wieder einmal Ort der Nationalen Offiziersrüstzeit.



Zeit zur Begegnung, zum Austausch, zur Besinnung und zum Lernen prägten diese Tage. Der Montag stand im Zeichen der Anreise und des Willkommens. In der ersten Versammlung wurde in der Gebetsgemeinschaft in sechs verschiedenen Sprachen gebetet, ein Zeichen für die unterschiedliche Herkunft der in Deutschland stationierten Offiziere. In seiner Predigt forderte der Territorialleiter, Oberst Horst Charlet, die Offiziere auf: "Mach mal Pause, denn Jesus will uns in aller Betriebsamkeit innere Ruhe geben, wenn er in Matthäus 11,28 sagt: ‚Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.’ In der Stille vor Gott schöpfen wir die Kraft für Dienst und Alltag."



Am Dienstag stand Unterweisung auf dem Programm. Major John Read, Mitglied der Kommission für geistliches Leben, sprach über die Haltung, die die Heilsarmee zu den Sakramenten einnimmt. Er nahm zunächst einen Rückblick auf die Kirchengeschichte vor und zeigte auf, wie verschieden die Kirchen die Sakramente bewerten. Danach ging er auf die Geschichte und Beauftragung der Heilsarmee ein, die die Sakramente als nicht "heilsnotwendig" ansieht. In seiner biblischen Auslegung zum Thema erläuterte er den Standpunkt der Heilsarmee, dass die Sakramente (Taufe und Abendmahl) als "Zeichen der Gnade Gottes" anzusehen sind. Solche äußeren Zeichen vermitteln aber nicht die Gnade an sich und werden daher in der Heilsarmee nicht praktiziert.



Der Mittwoch bot Raum für Informationen. Die Leiter verschiedener Arbeitszweige berichteten über aktuelle Entwicklungen und den Stand der "Strategie Plus". Treffen in verschiedenen Gruppen und Zeit zur Begegnung schlossen sich an.





Besondere Gäste kamen am Donnerstag zum Geistlichen Tag. Die Kommandeure Siegfried und Inger-Lise Clausen (ehemalige Territorialleiter in Deutschland) kamen aus London. In ihren Ansprachen ermutigten sie die Offiziere, gemeinsam dem Ziel entgegenzugehen, auch wenn die Dienste und Einsatzorte sehr unterschiedlich sind. Deutlich wurde dies am Beispiel des Volkes Israel: während Mose auf dem Berg betete, musste Josua im Tal kämpfen (2. Mose 17). Gemeinsam kamen sie zum Sieg.



Zum Abschluss der Rüstzeit gab Oberst Charlet den Offizieren noch ein ermutigendes Wort mit auf den Weg.

kap

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