Philippinen

von / THQ

Philippinen Philippinen: Bei einem Unglück in der Provinz Südleyte/Philippinen rutschte nach zehntägigen starken Regenfällen ein ganzer Berghang ab und begrub den Ort Guinsaugon, St. Bernard, mit 1857 Einwohnern und 537 Häusern in über 30 Meter tiefem Schlamm. In der Mitte des Dorfes befand sich die Grundschule, in der zur Zeit des Erdrutsches mehr als 250 Schulkinder und ihre Lehrer versammelt waren.
Zur selben Zeit fand auch ein Frauenfest im barangay (Dorfhaus) statt, und die Teilnehmerinnen wurden offenbar in dem von Schlamm bedeckten Haus eingeschlossen.

Die Rettungsarbeiten wurden nach einer Woche aufgegeben. 57 Menschen konnten gerettet werden, 107 Leichen wurden geborgen. Obwohl die offizielle Rettungsaktion beendet ist, bleibt die Aufgabe doch bestehen, die restlichen Leichen zu bergen und das wieder aufzubauen, was vom Dorf noch übrig geblieben ist. Die Überlebenden stehen unter Schock und sind verzweifelt.
Verschiedene Organisationen, unter anderem die Heilsarmee, kümmern sich gemeinsam um die unmittelbaren körperlichen und emotionalen Bedürfnisse der Überlebenden.

Ein Team des Territorialen Hauptquartiers und der Division Visayas besuchte die Notunterkünfte und Krankenhäuser, in denen die Überlebenden untergebracht waren, um dort Gruppen- und Einzelseelsorge anzubieten. Viele der Betroffenen stehen noch immer unter Schock, besonders diejenigen, die den Erdrutsch unmittelbar miterlebt und versucht hatten, Überlebende zu retten. Nach den Seelsorgegesprächen hielten die Teammitglieder eine Andacht und bezeugten, dass Jesus in all dem Furchtbaren, das Menschen erleben, Hoffnung geben kann. Die meisten Anwesenden nahmen Christus als ihren persönlichen Retter an.
Neben der Seelsorge stellte die Heilsarmee dem Anahawan General Hospital Medikamente zur Verfügung, wofür die ärzte sehr dankbar sind, da daran in dieser Gegend Mangel herrscht. In den Notunterkünften wurden auch Decken, Schlafmatten und Brot verteilt.


Seit dem Unglück sind zwei Monate vergangen. Die meisten staatlichen und Nichtregierungsorganisationen einschließlich der Rettungsmannschaften haben die Gegend verlassen, da keine Hoffnung mehr besteht, noch Überlebende unter den Erdmassen zu finden. Die Katastrophenhilfe ist abgeschlossen und die Regierung ist nun damit beschäftigt, die täglichen Grundbedürfnisse der Überlebenden zu stillen, da sie ihre Einkommensquelle, das Ackerland, verloren haben. Die meisten Organisationen haben die Gegend mit dem Versprechen verlassen, beim langfristigen Wiederaufbau zu helfen. Der Korpsoffizier von Cantamuak koordiniert momentan zusammen mit den örtlichen Regierungsbehörden die weiteren Hilfs- und Rehabilitationsprogramme.
Zusätzlich zu den unmittelbar von dem Erdrutsch betroffenen Familien wurden weitere 300 Haushalte evakuiert, da ihre Orte gefährdet sind. Die Küstenwache bringt auch weiterhin im Auftrag der Heilsarmee Hilfsgüter in das Gebiet, die vom Team des örtlichen Heilsarmeekorps verteilt werden.
Die Heilsarmee erstellt eine Studie um Jugendlichen zu helfen, die nicht im betroffenen Gebiet waren, da sie auswärtige Schulen besuchen. Sie haben durch den Erdrutsch ihre Familien verloren und sind mittellos.
INR/IHQ

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