Patchwork-Ferienwoche

von / THQ

Zum dritten Mal wurden 13 Familien zu einer „Patchwork“-Familienferienwoche auf den „Seehof“ der Heilsarmee in Plön eingeladen. Diese Familien in besonderen Lebenssituationen, die sich sonst keine Ferienreise leisten können, waren von den Korpsoffizieren ausgewählt worden: 16 Erwachsene und 32 Kinder aus Nürnberg, Wuppertal, Herne, Berlin, Leipzig, Düsseldorf und Köln.

Sie wurden begrüßt von einem qualifizierten Team, bestehend aus zwei Sozialpädagogen (Andreas Kögel und Michaela Schröder), einer Erzieherin (Leutnantin Mareike Walz) sowie einem kanadischen Praktikanten mit besten Deutschkenntnissen (Markus Beveridge) und unter der Leitung von Majorin Stefanie Honsberg (THQ, Organisation).
Gemeinsames Erleben, von dem alle Familienmitglieder profitierten und an dem alle Spaß hatten, stand wie immer im Mittelpunkt. So erwartete die Familien ein abwechslungsreiches Programm mit Schwimmen, Nachtwanderung, Lagerfeuer, Schlossbesichtigung, Abenteuerspielplatz, Schöhsee-Wanderung und, als Highlight der Woche, ein Besuch im Marionettentheater.

In den angebotenen Workshops konnten sich die Familien aktiv und kreativ „austoben“. Unter anderem gab es Sportangebote (zum Beispiel Slackline und Tischtennis), Basteln von Freundschaftsbändchen, Batiken von T-Shirts, Modellieren mit Ton und Filzen von Wolle. An jedem Morgen konnte man eine Stunde lang die Bibel „hautnah“ in Liedern, Geschichten und Bildern erleben, und an jedem Abend gab es für die Kleinen ein Betthupferl in Form einer Gute-Nacht-Geschichte.

Das Thema der Woche war ERL(I)EBEN! Und das war unser Auftrag: Liebe erlebbar machen. Mit Geduld, Verständnis, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zeigten wir den Familien, dass wir sie so lieben, wie sie sind. Sichtbar auch für die Teilnehmer stand auf unseren T-Shirts: „Liebe ist unsere stärkste Waffe“ – eine „Waffe“, die überraschende Veränderungen bewirkte. So öffneten sich viele Eltern, suchten das Gespräch und waren dankbar für alltagstaugliche Impulse. Jugendliche und Kinder respektierten unsere Regeln und gewannen Vertrauen zu uns Mitarbeitern. Und Mütter genossen es, sich an einen gedeckten Tisch setzen zu können …

Viele Gespräche mit den Teilnehmern ließen uns Mitarbeiter in Abgründe menschlicher Tragödien blicken und machten uns unendlich traurig. Manche Eltern oder Kinder haben schon viel durchgemacht. Aber wir sind uns sicher, dass wir ihnen allen Jesus als Freund, Hirten und heilenden und liebenden Vater bekannt machen konnten, und beten, dass Gott sie segnet, bewahrt und zeigt, wie sie die Herausforderungen des Alltags als Familie gemeinsam bestehen können.

Majorin S. Honsberg

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