Ostergärten in drei Korps

von / THQ

In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, an allen drei Ostergärten, die die Heilsarmee in unserem Territorium veranstaltet hat, teilzunehmen. Ein Ostergarten ist wie eine Zeitreise aufgebaut und ermöglicht es, die Geschehnisse von Palmsonntag bis Ostern mit allen Sinnen nachzuerleben. Vor etlichen Jahren gab es im Korps Berlin-Südwest schon einmal einen Ostergarten, den damals innerhalb von zehn Tagen etwa 500 Personen besuchten. Aufgrund der sehr eindrücklichen Erfahrungen hatte ich angeregt, dieses Projekt wieder durchzuführen.

Im Korps Solingen gab es nun zum vierten Mal hintereinander einen Ostergarten, die Korps Berlin-Südwest und Guben schlossen sich in diesem Jahr an. Nach einem Schulungstag begannen die Vorbereitungen. Material musste beschafft, Mitarbeiter mussten gewonnen und Führungen geplant werden. Viele fleißige Hände und Köpfe waren und sind nötig, um alles gut vorzubereiten.

Im Korps Solingen durfte ich an der ersten Führung teilnehmen und war sehr beeindruckt. In Berlin und Guben war ich bei den Aufbauarbeiten dabei. Es war wieder total faszinierend, wie schnell sich die Korpsräume durch wenige gut platzierte Stoffe und Dekorationsgegenstände in eine biblische Landschaft verwandelten. Ob Korpsoffiziere, Mitglieder, Konfirmanden oder Geflüchtete, alle waren mit Freude und Kreativität dabei. Jeder Ostergarten war anders gestaltet, hatte andere Schwerpunkte und Details. Das hat mich besonders angesprochen. Was waren nun meine persönlichen Highlights? Im Korps Solingen war ich fasziniert davon, dass der Ostergarten in nur einem Raum aufgebaut war. Das Konzept war auch auf begrenztem Raum sehr gut umgesetzt. Die „Fuß(Hand)waschung“ war für mich besonders eindrücklich.

Im Korps Berlin-Südwest habe ich die Kitagruppen geführt, hier mit einem speziell angepassten Text. Den Ostergarten mit den ganz Kleinen zu erleben, in ihre wissbegierigen Gesichter zu schauen und sie begleiten zu dürfen, bleibt mir unvergesslich. Und dass sich gleich bei der ersten Führung ein Mann für Jesus entschieden hat, ist eine wunderbare Sache.

In Guben beeindruckte mich ganz besonders eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien: Vater, Mutter und drei Kinder, die sehr aufmerksam und vielleicht zum ersten Mal die Geschichte von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung hörten. Ein großer Dank geht an alle Korpsleiter: Danke für euren Mut, dieses Projekt anzugehen und umzusetzen. Es war wirklich viel Arbeit! Herzlichen Dank an alle, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, dieses Projekt zu realisieren. Ohne euch wäre die Durchführung nicht möglich gewesen. Vielen Dank, dass ihr auch beim Abbau geholfen habt. Ich bedanke mich ebenfalls bei allen, die uns Material zur Verfügung gestellt haben: bei Privatpersonen, der Kindertagesstätte Volltreffer, dem Korps Naumburg und der evangelischen Kirche in Guben. Toll, was sich bei euch alles gefunden hat, und danke, dass ihr uns großzügig so viele Dinge zur Verfügung gestellt habt!

Habe ich Sie, liebe Leser, neugierig gemacht? Dann kann ich Sie nur ermutigen, auch einmal einen Ostergarten zu besuchen.

Majorin Ruth Walz

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