Osterbotschaft des Generals 2021

von / International

 

Die Ostergeschichte strahlt Leben und Hoffnung aus. Und wie dringend brauchen wir diese in unserer heutigen Welt. Während der Jahre des Alten Testaments schöpften wir Hoffnung aus den Prophezeiungen von einem Messias. In den stillen Jahren zwischen dem Alten und dem Neuen Testament klammerten wir uns an die Hoffnung, dass Gott sein Volk und seine Verheißungen nicht vergessen hat. Dann nahm diese Hoffnung in Jesus Fleisch und Blut an. Wir erlebten selbst, dass Gott an das Schreien seines Volkes gedacht hatte und uns bestätigte, dass unsere Hoffnung nicht vergebens war.

Wir wurden Zeugen, wie Jesus Vergebung und Liebe lehrte und vorlebte, mit Zöllnern feierte, mit Sündern aß, mit moralisch fragwürdigen Frauen sprach und niemanden verurteilte. Mit eigenen Augen sahen wir eine herrliche Mischung aus Gnade und Wahrheit. Wir wurden von Ehrfurcht und Staunen ergriffen, als Jesus Wasser in Wein verwandelte, Blinden das Augenlicht schenkte, die Lahmen gehend machte, Dämonen austrieb, Aussätzige heilte, den Wind und die Wellen in die Schranken wies, und wir erlebten die unerschöpfliche Macht Gottes hautnah.

Karfreitag schien die Hoffnung verschwunden zu sein

An Karfreitag schien die Hoffnung verschwunden zu sein, als das Leben aus dem Körper Jesu entwich. Dieser unwiderstehliche Mann, der so fesselnde Gleichnisse erzählte, erkenntnisreich lehrte und Wunder tat, der die ganze Gesellschaft und die Menschen bis tief in ihr innerstes Wesen berühren konnte, wurde an einem Kreuz getötet und in ein Grab gelegt. Es war, als hätte jemand das Licht ausgeknipst und unsere Hoffnung begraben. Dann geschah etwas wirklich Bemerkenswertes, Lebens- und Weltveränderndes: Der Stein wurde weggerollt, die Grabtücher zurückgelassen – weil Jesus lebte! Das Licht war strahlender als je zuvor und unsere Hoffnung erreichte neue Höhen.

Ostern – mehr als nur ein Gedenktag

Ostern ist nicht nur ein Gedenken an etwas, das in der Vergangenheit geschah – doch wenn wir es feiern, erinnern wir uns daran, dass das Auferstehungsleben eine alltägliche Erfahrung sein soll. In der aktuellen Pandemie empfinden wir bisweilen ähnlich wie an Karfreitag – als sei das Licht ausgeschaltet und unsere Hoffnung begraben. Es gibt viele Umstände im Leben, die solche Gefühle in uns auslösen können – Naturkatastrophen, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Drogenabhängigkeit, Insolvenz, häusliche Gewalt, Rassismus. Das Leben, der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus erinnern uns daran, dass Gott in allen Umständen bei uns ist, dass er größer und mächtiger ist als alle Umstände und dass er sich auf Wunderbares und Unmögliches spezialisiert hat.

Wenn wir uns aufgegeben haben, glaubt Gott weiterhin an uns. Wenn wir uns ungeliebt fühlen, zeigt Gott uns Jesus. Wenn wir meinen, den größten Fehler unseres Lebens begangen zu haben, schenkt Jesus Vergebung. Wenn uns die Dunkelheit überwältigt, lässt Gott das Licht seiner Gegenwart leuchten. Wenn wir verzweifeln, schenkt Jesus Hoffnung.

Sehen Sie, dieses Auferstehungsleben ist ein erfülltes, reiches, ganzes und vollständiges Leben.

Dieses Auferstehungsleben ist ein neues Leben, denn es ist ein Leben in Christus und damit frei von Verdammnis. Dieses Auferstehungsleben beginnt, sobald wir Christus als Erlöser annehmen, und es geht in alle Ewigkeit weiter. Dieses Auferstehungsleben ist dynamisch, weil die Kraft Gottes in uns freigesetzt wird. Die Veränderung beginnt im Inneren und verändert unsere Sicht auf alles.

An diesem ersten Ostermorgen erfuhren die Jünger auch weiterhin die römische Besatzung mit all ihren Auswirkungen, doch die Erkenntnis, dass Jesus lebte und dass alle Verheißungen erfüllt waren, veränderte alles. Sie hatten nun eine ewige Perspektive, sie verstanden, dass die Sünde und der Tod überwunden waren, dass das Reich Gottes tatsächlich geistlicher Natur war und dass Gott alles in seiner Macht hatte. Ein solches Verständnis veränderte ihre Sicht auf das Leben in dieser Welt und ihren Umgang damit, denn das herrliche Licht Christi leuchtete in ihrem Leben und die Hoffnung auf die Ewigkeit war nun sicher. Sie veränderten sich völlig – genau wie wir uns völlig verändern, wenn wir dieselbe Auferstehungskraft in Anspruch nehmen.

Gott segne Sie, wenn Sie nun den auferstandenen Christus feiern. Amen.

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