Öffentlich über den Glauben sprechen

Christen in Deutschland sollten ihren Glauben nicht als Privatsache betrachten, sondern öffentlich darüber sprechen.

von / THQ

Das sagte der Asienreferent des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks in Niedersachsen, Pastor Ponniah Manoharan. Deutschland sei mittlerweile eine multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft, in der es immer wichtiger werde, für den christlichen Glauben einzustehen. Er beobachte, dass Christen im Alltag zu wenig von ihrem Glauben sprächen, so der aus Indien kommende Manoharan. Die Kirche brauche mutige Menschen, die sagen könnten, warum sie an Jesus Christus glauben. Sie solle aufhören, sich einzureden, dass Mission etwas Schlechtes sei und Menschen unterdrückt habe. Natürlich seien auch Fehler gemacht worden, "aber trotz dieser Fehler hat das Evangelium Menschen befreit", so Manoharan. In der Literatur der kastenlosen Inder, der Dalits, gebe es sogar ein Loblied auf die Mission und die Missionare. "Die Mission ist für die Dalits eine befreiende Kraft, die es den unterdrückten Menschen ermöglicht, die Wirklichkeit zu bewältigen", so Manoharan. Zwar gäben Christen in Deutschland sehr viel Geld für humanitäre Zwecke und soziale Arbeit in aller Welt. Tätige Liebe und das Bezeugen des Evangeliums dürften aber nicht voneinander getrennt werden.

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