Nostalgie und Moderne bei der offenen Probe der German Staff Band
Dank der überaus großzügigen Gastfreundschaft der FEG Geisweid, fand auch die diesjährige offene Probe der German Staff Band unter der Leitung von Dr. Howard Evans im schönen Gemeindehaus in Siegen statt. Gut sechzig Bläser und drei Schlagzeuger kamen von nah und fern, um gemeinsam ein abwechslungsreiches Konzert vorzubereiten. Ist das schon eine Tradition? Traditionell angehaucht war auf jeden Fall das Übungsprogramm. Unter dem Motto: Nostalgie und Moderne wurden sehr unterschiedliche Werke aus verschiedenen Epochen erarbeitet.
Der festliche Krönungsmarsch aus der Oper „Der Prophet“ von G. Meyerbeer, arrangiert von Alber Jakeway gehörte zu den ältesten Stücken. Nostalgische Gefühle hatten sicher auch viele der Zuhörer aus dem Umfeld der Heilsarmee, als zwei alte Märsche zur Auswahl standen. Das Publikum entschied sich mit lautem Jubeln für „Star Lake“. Ein mitreißender Marsch aus dem Jahr 1941, in dem der Campsong des Star Lake Musiccamps aus den USA verarbeitet wurde.
Das Tone Poem „The Call of the Righteous“ von Leslie Condon aus dem Jahr 1966 beschreibt in Form einer Symphonischen Dichtung wie am Ende der Zeiten Gott die Gerechten, deren Namen im Buch des Lebens stehen, aufrufen wird. Das in der Heilsarmee bekannte Lied beinhaltet das zuversichtliche Bekenntnis: „Wenn der Herr die Namen rufet, durch die Gnade meines Heilands bin ich dort!“
Neben nostalgischen Klängen gab es auch viel Zeitgenössisches zu hören. Insbesondere der Auftritt des Sängers Charlie Green aus Großbritannien führte die Zuhörer in die Moderne. Bekannte Lieder aus verschiedenen Musicals begeisterten die Zuhörer. „We are the reason“, ein modernes Lobpreislied von David Meece schenkte vielen Zuhörern ein Gänsehautfeeling. Das Lied „A nightingale sang in Berkley Square“ ist zwar ein Klassiker aus den 40er Jahren, erinnert mit seiner Botschaft aber gerade heutzutage daran, dass sich in allen Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lebens auch berührende oder romantische Momente entdecken lassen, die uns an das Schöne im Leben erinnern wollen.
Zum Ende des sehr abwechslungsreichen Konzertes spielte die German Staff Band ein Werk von Marcus Venables, in dem der biblische aronitische Segen modern vertont wurde. Eine Melodie, die so eingängig war, dass sie den Zuhörern gut in Erinnerung bleiben wird.