Neue Projekte im Irak

von Redaktion / Aus aller Welt

Für viele Menschen im Irak sind zwei der Hauptprobleme eine ungesunde Lebensumgebung und der Mangel an Arbeitsplätzen. Als Versuch, diesen Problemen entgegenzuwirken, hat die Coalition Provisional Authority (CPA, Übergangsregierung) in Bagdad Fonds zur Verfügung gestellt, damit Arbeitergruppen angestellt werden können, die ihre Stadtbezirke wieder aufbauen sollen.

In der Stadt Amarah, in der Provinz Missan, wurde die Heilsarmee gebeten, ein Aufräum-Projekt zu beaufsichtigen und steht seitdem in ständigem Kontakt mit den Bezirksleitern. Das "Al Amarah"-Projekt hat zwei Gruppen von je 1045 Arbeitern eingestellt, die jeweils einen Monat lang diese wichtige Arbeit verrichten.

Die erste Gruppe hat am 6. Oktober die Arbeit aufgenommen, nur eine Woche nachdem die Heilsarmee das Projekt begonnen hat. Oberste Priorität hat die Reinigung örtlicher Schulen, um die Umgebung für Schüler und Lehrer so sicher wie möglich zu machen. In einer der Schulen standen die Slogans des alten Regimes noch immer an den Wänden, also wurden finanzielle Mittel für Farbe und weitere Arbeiter zur Verfügung gestellt, damit diese Sprüche entfernt werden konnten - sehr zur Erleichterung des Schuldirektors. In anderen Teilen der Stadt werden die Tanks mit fauligem Wasser und verstopfte Abflussrohre in Angriff genommen. Die Kanalrohre werden gesäubert und jeglicher Abfall beseitigt.

Das Projekt zur Arbeitsstellenbeschaffung hat drei Ziele: Arbeitsplätze für arbeitslose Menschen zu schaffen, dabei zu helfen, die Stadt wieder aufzubauen, und Geld in die örtlichen Gemeinden zu bringen. Diese Ziele werden bereits in Amarah verfolgt. Viele Familien profitieren von den ausgezahlten Löhnen. Spezielle Bereiche der Stadt werden aufgeräumt und von Fabriken vor Ort werden die benötigten Werkzeuge und Maschinen bezogen. Zum Beispiel brauchte man 300 Harken, doch es gab auf dem Markt nicht genug, also wurden drei Fabriken in Amarah gebeten, jeweils 100 Harken herzustellen. Sie mussten dafür zusätzlich Arbeiter einstellen und die Harken innerhalb 36 Stunden herstellen, da die Geräte dringend gebraucht wurden - durch diese Extra-Arbeit wurde sichergestellt, dass die Angestellten der Bezirke die ersehnten Löhne bekamen.

Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, gibt es die Möglichkeit, dass es nach den zwei Monaten verlängert und auch auf andere Regionen in der Provinz Missan ausgeweitet wird. Dann könnten noch mehr Familien davon profitieren, eine Arbeitsstelle zu haben und in einer saubereren und gesünderen Umgebung zu leben.
INR/IHQ

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