Nationale Abschiedsversammlung für den Territorialleiter und die Nationale Präsidentin der Abteilung Gesellschaft und Familie, Kommandeure Werner und Paula Frei

von / THQ

Nationale Abschiedsversammlung für den Territorialleiter und die Nationale Präsidentin der Abteilung Gesellschaft und Familie, Kommandeure Werner und Paula Frei Zu einem Marsch des Musikkorps der West-Division marschierten General i. R. John Gowans, Kommandeurin Gisèle Gowans und die Kommandeure Paula und Werner Frei in den vollbesetzten Saal der Freien evangelischen Gemeinde in Köln ein.



Offiziere, Kameraden und Freunde aus ganz Deutschland hatten die Gelegenheit wahrgenommen, an dieser Abschiedsversammlung teilzunehmen. Die Leiter des Heilsarmee-Territoriums Schweiz, Österreich und Ungarn, Kommandeure Edouard und Françoise Braun, waren zugegen, um die Kommandeure Frei wieder in ihrem Heimatterritorium willkommen zu heißen. Ganz besondere Gäste waren die beiden Söhne Markus und Christian Frei, die zu diesem Anlass aus Bern angereist waren.

In seiner Begrüßung brachte der Chefsekretär, Oberstlt. Horst Charlet, seine Wertschätzung für die Kommandeure Frei zum Ausdruck, die für fünf Jahre ihre Heimat verlassen hatten, um als Territorialleiter und Nationale Präsidentin der Abteilung "Gesellschaft und Familie" in Deutschland zu wirken.



General Gowans überbrachte die besonderen Grüße des Internationalen Hauptquartiers und überreichte die Urkunden zur offiziellen Versetzung in den Ruhestand. In seiner Ansprache hob er einen besonderen Aspekt des Dienstes für Gott hervor. Er bezog sich auf den Vers aus Johannes 15,14: "Jesus sagt: Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan." "Es geht in der Offiziersschafft nicht nur um das strikte Einhalten des Gelübdes, sondern ganz entscheidend darum, dass Jesus Christus uns als seine Partner ansieht. Auf allen Wegen dürfen wir die Treue Gottes erfahren", führte der General aus.



In verschiedenen Grußworten wurde der fünfjährigen Amtszeit der Kommandeure gedacht. Geschenke, die das Einleben in den (Un-)/Ruhestand erleichtern sollten, wurden übereicht. Zwei Mädchen der "African Salvation Swing", einer Gruppe afrikanischer Heilssoldaten, die in Deutschland leben, überbrachten Grüße der Jugend. Ein etwa 12-jähriger "Rentner" beschrieb in seinem Vortrag, wie viel Zeit die Ruheständler doch nun hätten. In dem schweizerdeutschen Lied "An miner Stell" machten zwei junge Frauen deutlich: Jesus hat an meiner Stelle gelitten, um meine Sünde zu vergeben.



Grüße aus der Heimat überbrachten die Kommandeure Edouard und Françoise Braun. Sie verlasen Botschaften aus den verschiedenen Bestallungen (Aufgabengebiete), in denen die Kommandeure Frei gedient hatten.



Die Söhne Markus und Christian Frei fanden bewegende Worte. Sie waren beeindruckt von der Haltung, mit der die Eltern ihren Dienst taten und wie sie die nächsten Schritte aus Gottes Hand nahmen, immer in dem Vertrauen, das Gott alles richtig macht.



Der 11. Juni ist für die Familie Frei ein bedeutsames Datum. Am 11. Juni 1965 wurden sie zu Offizieren ernannt und nun 40 Jahre später in den Ruhestand versetzt. Die Söhne erinnerten aber auch an den 11. Juni 1995, den Tag, an dem der jüngste Sohn Daniel heimgerufen wurde. Ein Lied wurde damals für die Familie zum Segen: "An seiner Hand fürchte ich mich nicht ... Ich weiß der Herr begleitet mich, ihm will ich folgen und vertrauen." Markus und Christian Frei hatten dieses Lied neu bearbeitet und eine Choraufnahme auf CD eingespielt. Dies war ihr Geschenk für die Eltern, die es sichtlich bewegt und dankbar entgegennahmen.



Dankbarkeit war dann auch der Tenor der Ansprache der Kommandeurin. Sie bekannte ihre anfängliche Furcht, nach Deutschland zu kommen, betonte aber auch, jetzt mit einen traurigen Herzen Deutschland zu verlassen, da sie viele gute Kontakte hatte und die Menschen in Deutschland lieb gewonnen habe. Sie dankte dem Team ihrer Abteilung für die gute Zusammenarbeit.



Vor seiner Bibelansprache nahm der Kommandeur die Gelegenheit wahr, dem Chefsekretär für die erfolgreiche Zusammenarbeit und alle Vorbereitungen für die Abschiedversammlung zu danken. Er bat darum, die neue Leitung der Heilsarmee in Deutschland anzunehmen und zu unterstützen.



Seiner Auslegung legte er ein Bibelwort aus dem Petrusbrief zu Grunde: "Denn dazu seid ihr berufen; da auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußspuren", 1. Petrus 2,21. "Es kommt nicht darauf an, wer wir sind, sondern welche Spuren wir hinterlassen. Nur wenn wir auf der richtigen Spur sind, können wir am Ziel ankommen. Jesu Fußspuren sind der richtige Weg. Bleiben wir als Heilsarmee auf dem richtigen Weg oder gehen wir irgendeinen Weg, der ausgetreten ist und nicht oder nur über Umwege zum Ziel führt? Wenn wir auf dem Weg Jesu bleiben, wird er uns bewahren. In Jesu Mund war keine Sünde und kein Betrug. Jesus ist echt. "Sein statt Schein" - er hat uns nichts vorgemacht. Jesus ist dem Leiden und der Ungerechtigkeit nicht ausgewichen. Nur so konnte er die Rettung der Menschheit erreichen. Wer Leiden scheut, riskiert die Begegnung mit Jesus zu verpassen. Da Jesus viel gelitten hat, kann er auch denen helfen, die in Versuchungen sind. Gottes Kraft offenbart sich in unserer Schwachheit. Jesus durchbrach Gewohnheiten. Obwohl er im Recht war, gab er keine Widerworte, als er zum Tode verurteilt wurde. Auch wir müssen Gewohnheiten durchbrechen, wenn wir Neues erleben wollen." Die Welt braucht das Zeugnis der von Jesus erlösten Menschen."



Wohin die Heilsarmee auch unter der neuen Leitung geht, kam im Schlusslied zum Ausdruck: "Ich geh in der Kraft meines Herrn auf Wegen, die er für mich plant." Nach drei Stunden ging eine bewegende Versammlung zu Ende, nach fünf Jahren Dienst in Deutschland fand die aktive Laufbahn der Kommandeure Frei ihren Abschluss, aber etwas bleibt: Die Zeiten mögen sich ändern, der Auftrag der Heilsarmee bleibt, und Gott, der uns diesen Auftrag gibt, Menschen mit dem Evangelium bekannt zu machen, bleibt derselbe. In seiner Kraft gehen wir vorwärts.

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