Heilsarmee in Polen eröffnet Secondhandladen

Karikatur: Zwei Frauen stehen vor einer Ladenfront mit dem Schild "Salvation Armani". Eine Frau sagt: "Es ist der beste Wohltätigkeitsladen in dieser Einkaufsstraße" (im Englischen heißt die Heilsarmee "Salvation Army").
© CartoonStock.com, Paul Lowe

Vor 15 Jahren wurde die Arbeit der Heilsarmee in Polen unter der Aufsicht einer Gruppe Offiziere aus einer Handvoll Länder eröffnet. Die Gruppe traf sich einmal im Monat im Zentrum Warschaus, hielt einen Gottesdienst in einer Herberge, besuchte Amtsstellen und Interessierte. Das Internationale Hauptquartier hatte ihnen den Auftrag gegeben, von Anfang an die Eigenfinanzierung der Arbeit einzuplanen.

Dieser Aspekt misslang jedoch, weil in Polen die Voraussetzung für das Eintreiben von Geldern durch kirchliche Organisationen einen Status als Stiftung voraussetzt, der nur gewährt wird, wenn mindestens ein Mitglied der Organisation die polnische Staatsbürgerschaft hat. Als diese Bedingung erfüllt war, häuften sich weitere Schwierigkeiten, sodass die Armia Zbawienia, wie die Heilsarmee auf Polnisch heißt, erst letztes Jahr den Status einer Stiftung erlangt hat.

Nun soll jedoch unter der Leitung der tatkräftigen Regionalleiter Majore Steven und Camilla Thomas der Aspekt der Eigenfinanzierung vorangetrieben werden. In Verbindung mit dem von Auxiliar Kapitänin Gabrielle Glodek gestarteten Korpsprojekt wollen sie einen Laden für gebrauchte Kleider in Warschau eröffnen. Die Finanzierung für den Beginn dieses Projekts konnte durch großzügige Spenden aus dem Ausland sichergestellt werden. Weitere geldeinbringende Maßnahmen werden momentan umgesetzt oder sind in Planung.

Besuch der ReShare-Arbeit in den Niederlanden

Weil die Majore im Zusammenhang mit der Territorialen Leiterkonferenz nach Köln reisen sollten, gelang es, ihre Reise mit einem Besuch beim Leiter ReShare Arbeit der Heilsarmee in den Niederlanden zu verbinden.

Mit berechtigtem Stolz zeigte uns der Leiter der ReShare-Arbeit, Salutist Simon Smedinga, den neusten ReShare-Laden in Deventer und stellte das erst dieses Jahr eröffnete Textilsortierungszentrum vor. Durch Anklicken des folgenden Links können Sie diese Entdeckungsreise virtuell machen.

ReShare, Niederlande

Sie werden bestimmt erstaunt sein zu hören, dass jeder Bewohner unseres Nachbarlands jährlich 17 kg Kleidungsstücke in den Müll wirft, – in unserem Land wird es wohl sehr ähnlich sein – die durchaus noch getragen werden könnten; schockierend ist auch zu hören, dass ein großer Anteil davon überhaupt nicht getragen wurde!

Verkauf von Gebrauchtkleidung – nachhaltig und für einen guten Zweck

Bedenkt man, dass zur Herstellung eines Kilos Baumwolle mehrere Tausend Liter Wasser benötigt werden, ist dies bereits Grund genug, sich für die Wiederverwendung von Textilien einzusetzen.

Wir hoffen darüber hinaus, dass es der Heilsarmee in Polen gelingen wird, durch den Verkaufserlös einen Teil ihrer Arbeit zu finanzieren. Weitere erfreuliche Nebenaspekte könnten sein, dass durch diesen neuen Arbeitszweig viele Menschen die Heilsarmee kennenlernen, darunter auch junge Leute auf der Suche nach Vintage-Kleidung. In einigen ReShare Läden machen sie bereits einen ansehnlichen Teil der Kundschaft aus.

Sie lernen dadurch die Heilsarmee als eine Bewegung kennen, die sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Hoffentlich werden sie zunehmend beim Verweilen in den in allen ReShare Läden anzutreffenden Getränke-Ecken entdecken, dass die Heilsarmee nicht nur Kleidern eine zweite Verwendung gibt, sondern Menschen durch Annahme der frohen Botschaft den Weg zum ewigen Leben weist.

Zurück

Kommentieren

Was ist die Summe aus 1 und 1?