Mit Kunst und Gebet durch die Fastenzeit

von / Gemeindeprojekt „The Limelight Collective“

Im Heilsarmeestandort in der Berliner Kastanienallee führt ein roter Faden aus Kunst und Gebet durch die diesjährige Fastenzeit.

Das dort ansässige Künstlerkollektiv The Limelight Collective bietet seit Mitte Februar dreimal die Woche ein halbstündiges Matins an. Für dieses liturgische Morgengebet treffen sich Betende vor Ort oder schalten sich von zu Hause aus über Zoom mit hinzu. Dieser bis Ostern andauernde keltische Gebetsrhythmus ermöglicht The Limelight Collective durch das gemeinsame Zur-Ruhe-Kommen die Gemeinschaft zu vertiefen und die Beziehungen zu festigen.

Ergänzt wird der sechswöchige Gebetsrhythmus durch drei Gebetswochenenden, die im Februar, März und April in der Kastanienallee 71 stattfinden. In der ersten Etage des Heilsarmeegebäudes sind sechs Gebetsräume auf verschiedenste Art und Weise eingerichtet. Sie bieten die Möglichkeit, sich Gott durch stilles Gebet aber auch durch verschiedene Kunstformen zu nähern. Ein Raum beinhaltet zum Beispiel Malutensilien, ein zweiter Musikinstrumente und ein dritter den nötigen Platz, um inmitten von LED-Lichtern zu tanzen. In dem für seine Kunstszene bekannten Stadtteil Prenzlauer Berg wird Christentum dadurch in einer Sprache kommuniziert, die auch von den eher dem Atheismus und der nichtchristlicher Spiritualität zugewandten Einwohnern verstanden wird. Und ganz praktisch gesehen bieten sechs Gebetsräume genug Abstand, um sich auch in Zeiten von Corona frei ausdrücken zu können.

Der Leiter von The Limelight Collective, Shaw Coleman, war von dem ersten Gebetswochenende im Februar sehr inspiriert: "Es war hilfreich für mich, mir Zeit zu nehmen, um vor Gott zu sitzen und Sachen, für die ich keine Lösungen hatte, vor ihn zu bringen. Vor Gott wurde vieles klarer und ich habe neue Impulse für unsere nächsten Schritte bekommen."

Autorin: Simone Gründel

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