Lon­don, Lima, Lu­an­da und Guam im Süd­pa­zi­fik

von / Die Heilsarmee in Deutschland

Es gibt noch abgelegene Orte, in denen bislang noch keine Fälle von Corona registriert wurden. Die Abgelegenheit sowie die frühen Reiseeinschränkungen bewahrten beispielsweise die südpazifischen Inseln Tonga und Samoa vor den gesundheitlichen Folgen der Coronakrise. Allerdings spüren sie die wirtschaftlichen Folgen. Aber die Heilsarmee ist – dank dem weltweiten Netzwerk – sogar im Südpazifik verankert und hilft den Menschen, über die Folgen des Lockdowns hinwegzukommen.

Die stellvertretende Koordinatorin der Heilsarmee für internationale Rettungsdienste, Damaris Frick, hält fest: "Zwar gibt es in der Coronakrise weltweit erschreckende Statistiken in größeren Ländern. Aber es ist auch während dieser Zeit wichtig, sowohl an die Millionen, aber auch an den Einzelnen zu denken. Daher wird die Heilsarmee auch weiterhin in jeder vertretenen Gemeinde und jedem vertretenen Land dienen, die Bedürfnisse auf bestmögliche Weise zu befriedigen."

In sehr abgelegenen Orten der Welt auszuhelfen und auf Katastrophen und Notfälle reagieren zu können, ist eine logistische Herausforderung. Lieferketten sind unterbrochen, Transporte schwierig zu organisieren und vor Ort gibt es selten genügende Infrastruktur, um beispielsweise die Nahrungsmittel lagern zu können. Oft ist die Heilsarmee an solch abgelegenen Orten nur in geringem Umfang präsent. Dank den guten Beziehungen zu den Gemeinden und Dorfältesten sowie anderen Behörden kann die Heilsarmee dennoch sehr rasch und gezielt auf Krisen und Katastrophen reagieren.

Beispielsweise in Samoa konnte die Heilsarmee dank ihrer guten Beziehungen Trinkwasser, Kinderbücher und Desinfektionsmittel verteilen, zusammen mit Essensrationen und Essensgutscheinen. Denn durch den Lockdown sind viele Geschäfte geschlossen, Familieneinkommen weggebrochen und Existenzen gefährdet worden. Auch für die Heilsarmee selbst in Samoa konnte gesorgt werden, beispielsweise mit neuen Bibeln.

Im benachbarten Amerikanisch-Samoa half die Heilsarmee einem Vater und seiner Tochter. Die beiden waren dort "gestrandet", weil der einzige Flughafen geschlossen wurde. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Airbnb" konnte den beiden eine Unterkunft bereitgestellt werden.

Auch in Tonga leben viele Menschen von Tag zu Tag. Ihre Situation wurde durch Corona noch schlimmer, viele dürfen das Zuhause nicht verlassen. Daher sind sie sehr dankbar über die Essensrationen, welche die Heilsarmee in Tonga verteilt. Dasselbe gilt für die vielen Familien in Guam, den nördlichen Marianen, auf den Marschall-Inseln sowie in den Föderierten Staaten Mikronesiens.

"Wir sind unseren hochqualifizierten und mitfühlenden Mitarbeitern, Freiwilligen, Spendern, Geschäftspartner und Gebetsunterstützern dankbar, die unsere Aktionen ermöglichen, sei dies in London, Lima, Luanda oder eben in kleinen lokalen Dörfern auf Inseln im Pazifischen Ozean", so Damaris Frick.

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