Kriegsdienstverweigerer

von / THQ

Kriegsdienstverweigerer: Die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen hat kritisiert, dass junge Männer, die aus Glaubensgründen den Dienst mit der Waffe verweigern, eher damit rechnen müssen, einberufen zu werden, als andere Wehrpflichtige. "Obwohl sich weit weniger als die Hälfte der tauglich gemusterten Wehrpflichtigen für den Zivildienst entscheidet, stellen Kriegsdienstverweigerer in diesem Jahr knapp 60 Prozent der insgesamt zum Wehr- und Zivildienst Einberufenen", so der Präsident der Zentralstelle, Peter Tobiassen. Damit hätten SPD und Grüne ihr Versprechen zur Gleichbehandlung nicht eingelöst. Eine gerechte Behandlung der Zivildienstpflichtigen würde zu Einsparungen des Bundes in Höhe von rund 180 Millionen Euro führen. Dieses Geld könnte zum Ausbau anderer Dienste wie dem "Freiwilligen Sozialen Jahr" genutzt werden. Auch könnten Ausbildungsplätze im sozialen Bereich geschaffen werden. Derzeit könnten allein in Niedersachsen 205 Jugendliche keine Ausbildung in der Altenpflege bekommen, weil Praktikumsplätze durch Zivildienstleistende blockiert seien.

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