von Andrea Weber Geistliches Leben

Kommt! Bringt eure Last.

Weltgebetstag

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen, Freunde und Mitarbeitende,

ich grüße Sie herzlich in der Hoffnung, dass es Ihnen gut geht.

In wenigen Wochen, am Freitag, den 6. März, wird wieder, sicher auch in Ihrer Stadt, in verschiedenen Kirchen und Gemeinden, der Weltgebetstag stattfinden.

Die Idee des Weltgebetstages ist, dass ein Gebet über 24 Stunden lang um den Erdball wandert. Dieses Gebet verbindet Frauen in mehr als 150 Ländern der Welt miteinander. Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen in der Bewegung des Weltgebetstags. Gemeinsam beten und handeln sie dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So wurde der Weltgebetstag in den letzten, mehr als 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen.

In jedem Jahr werden Frauen gebeten, eine Liturgie, eine Gottesdienstordnung zu erstellen. Hier fließen die Sehnsüchte, Träume, Hoffnungen, aber auch die Herausforderungen und Schwierigkeiten des jeweiligen Landes ein.

In diesem Jahr haben Christinnen aus Nigeria die Texte der Weltgebetstagsordnung entworfen.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.

In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.

Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.

Ich möchte Sie ermutigen, auch in diesem Jahr an einem Gottesdienst in Ihrem Ort teilzunehmen. Zwar wurde der Gottesdienst von Frauen vorbereitet, aber jeder ist eingeladen, an den Gottesdiensten teilzunehmen. Vielleicht können Sie auch mitarbeiten. Ich habe selbst erlebt, dass ich durch das gemeinsame Engagement beim Weltgebetstag Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen und Traditionen kennen und schätzen gelernt habe.

Wie in den letzten Jahren habe ich Ihnen einen Gottesdienst Vorschlag, verschiedene Materialien und auch Powerpoints und Musikbespiele auf Teams hinterlegt. Sie finden die Materialien unter GERInfo Board - Abteilung Mission - die Registerkarte Dateien oder Freigegeben - Frauen und Senioren - Programme - Weltgebetstagsmaterial 2026.

Sie sind herzlich eingeladen, am Freitag, 6. März 2026 einen der ökumenischen Weltgebetstag- Gottesdienste in Ihrer Nähe zu besuchen.

Solltet Ihr/ sollten Sie Fragen zum Weltgebetstag haben, kann man gerne bei mir anfragen.

Ich wünsche Euch eine gute und gesegnete Zeit.

Alles Liebe

Andrea Weber

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