Jugend und Religion in Europa

In katholisch geprägten Ländern Europas und in Israel ist der Anteil religiöser Jugendlicher weitaus größer als in Staaten mit hohem protestantischen Bevölkerungsanteil

von / THQ

Jugend und Religion in Europa: In katholisch geprägten Ländern Europas und in Israel ist der Anteil religiöser Jugendlicher weitaus größer als in Staaten mit hohem protestantischen Bevölkerungsanteil Dies geht aus einer Studie der Universität Würzburg unter 8900 Schülern der 11. Klasse in acht europäischen Ländern und Israel hervor. Danach bezeichnen sich 81,4 Prozent der befragten Polen als religiös. Von den Kroaten sind es 64,9 Prozent, von den Iren 60,6 Prozent und von den Israelis 49,3 Prozent. In Deutschland dagegen hält sich nur jeder vierte Elftklässler für religiös (25,3 Prozent).

In klassischen katholischen Ländern könne das religiöse Leben stärker bewahrt werden, erklärte der Leiter der Studie. Die Säkularisierung in den Ländern Westeuropas sei inzwischen so stark, dass viele Jugendliche die Kirche als Ratgeberin für ihr Leben erst gar nicht in Betracht zögen. "Es fehlt die Erfahrung, dass kirchliche Religiosität mir etwas bringt." Die meisten Jugendlichen hielten Religion aber nicht für überholt. Der Glaube an Gott oder eine höhere Macht sei in ihren Augen mehr als das, was von den Kirchen vertreten werde.

In der Untersuchung wurde auch nach der Einstellung der Jugendlichen zur Bibel gefragt. Jeder zweite Israeli ist überzeugt, dass sie bzw. die Tora das exakte Wort Gottes und damit wortwörtlich wahr ist. Von den polnischen Befragten sagten dies 49 Prozent. Bei den deutschen Elftklässlern sind nur 2,3 Prozent dieser Auffassung – der geringste Wert im internationalen Vergleich.

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