Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

von Angela Fischer / Erwachsenen- und Familienarbeit

pixabay.com/Victoria_Borodinova

Heute, am 25. November findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt.  Allein in Deutschland erlebt jede vierte Frau wenigstens einmal im Leben häusliche Gewalt. 147 Frauen wurden in diesem Jahr in Deutschland sogar getötet, und das in einem Land, in dem Gleichberechtigung vergleichsweise fest in unserer Gesellschaft verankert ist. Frauen in anderen Teilen der Erde sind oft völlig rechtlos, werden erniedrigt, sind sexueller Gewalt ausgesetzt, bereits sehr junge Mädchen werden zwangsverheiratet oder in die Prostitution gezwungen.  

Fast im Verborgenen gibt es aber auch hierzulande Frauen und Mädchen, die in der Prostitution gefangen sind. Es sind sehr häufig junge Frauen aus Osteuropa, die mit einem scheinbar seriösen Jobangebot hierhergelockt werden oder denen eine Liebesbeziehung vorgetäuscht wird. Das Ergebnis ist das gleiche: Sie werden brutal in die Prostitution gezwungen! Sie sind Abartigkeiten und Gewalt ausgesetzt und haben keine Möglichkeiten, allein aus dieser Situation herauszukommen. Es kann nicht oft genug auf dieses Elend hingewiesen werden. Die selbstbestimmte, glückliche „Sexarbeiterin“ gibt es in den seltensten Fällen. Aber -zigtausende Frauen werden täglich gegen ihren Willen sexuell ausgebeutet.

Das Bündnis Gemeinsam gegen Menschenhandel, dem die Heilsarmee angehört, versucht durch viele verschiedene Ansätze, den Frauen zu helfen. Ebenso muss aber auch politisch mit einem neuen, wirklich effektiven Gesetz nach dem Vorbild des „Nordischen Modell“ gehandelt werden. Dabei würde Sexkauf verboten und somit die Nachfrage massiv reduziert werden. Einer von vielen notwendigen Meilensteinen, um Gewalt gegen Frauen zu beenden!

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