Indonesien - Heilsarmee hilft Erdbebenopfern

von / THQ

Nach dem verheerenden Erdbeben, das die Gegend um Yogyakarta, Indonesien, verwüstet hat, bieten die örtlichen "Compassion in Action”-Teams (Nächstenliebe in Aktion) der Heilsarmee den Überlebenden vielfältige Hilfe.

Kommandeur Johannes Watilete, Leiter der Heilsarmee in Indonesien, berichtete, dass das erste medizinische Team von zehn Personen, unter anderem ärzten und Krankenschwestern aus dem William Booth Hospital in Semarang, seinen Dienst in der Stadt Bantul aufnahm. Dieses Team wurde nun durch ein Team aus Surabaya abgelöst. Weitere Heilsarmeemitarbeiter fuhren in das Dorf Wade, wo sie Zelte an Familien verteilten, die in Reisfeldern übernachten mussten. Inzwischen hat auch eine 30-köpfige Gruppe aus Jakarta mit der Arbeit begonnen.

Major Dina Ismael, Koordinator der Hilfseinsätze, berichtete, dass die Teams auf Methoden zurückgreifen, die nach der Tsunami-Katastrophe vor einem Jahr entwickelt wurden und sich als effektiv erwiesen haben. "Unsere 'Compassion in Action'-Teams werden vor Ort sein, um den Betroffenen kontinuierliche Hilfe zu leisten. Das Personal wird wöchentlich abgelöst, um die Unterstützung aufrecht zu erhalten. Zusätzlich zu den Feldkrankenhäusern werden unsere Teams auch Zelte und andere dringend benötigte Hilfsgüter zur Verfügung stellen."

Die "Compassion in Action"-Teams der Heilsarmee waren in manchen Regionen unter den ersten, die sich um die Verletzten gekümmert haben. Zusätzlich zur medizinischen Hilfe wurden in einigen Dörfern auch Gaskocher und Reis verteilt sowie Seelsorge und Kinder-Spielprogramme angeboten.


Major Dina Ismael und seine Mitarbeiterinnen berieten mit dem zuständigen Sekretär des Gouverneurs, wie die Heilsarmee nach dieser Katastrophe helfen kann. Den Heilsarmeeteams wurde die Region Bauran zugewiesen, die bis dahin keine Hilfe bekommen hatte. Nach der Sitzung brachen die Teams sofort dorthin auf und stellten fest, dass 98 Prozent der Häuser zerstört waren. Eine zusätzliche Belastung für die Einwohner war, dass der Vulkan Merapi im benachbarten Yogya kurz vor einem Ausbruch zu sein schien, was weiteres Chaos in dieser Gegend hervorrufen würde.

Der Provinzsekretär von Yogyakarta, Herr Bambang S. P., sprach der Heilsarmee bei einem Koordinationstreffen der örtlichen Regierung seinen Dank für die geleistete Hilfe aus. Er sagte, die Teams der Heilsarmee seien wegen ihrer Freundlichkeit und ihrer Bereitschaft, "bis in die Nacht" zu arbeiten, bei der Bevölkerung sehr beliebt.

Die Not ist groß. Mehr als 6000 Menschen sind ums Leben gekommen. Das Erdbeben in Yogyakarta hat mehr Menschenleben gekostet und Eigentum zerstört als das in Nias, Nordsumatra, im letzten Jahr. Die "Compassion in Action"-Teams tun, was sie können, doch sie haben nicht genügend Mittel, um den Tausenden von Opfern zu helfen. Besonders medizinisches Material wird dringend benötigt.
INR/IHQ

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