175. Geburtstag des Heilsarmee-Gründers

Der Gründer der Heilsarmee, William Booth, und seine Ehefrau, Catherine Booth, wären beide in diesem Jahr 175 Jahre alt geworden.

von / THQ

William Booth wurde am 10. April 1829 in Nottingham (Mittelengland) geboren. Im Alter von 15 Jahren nahm er Jesus Christus als Herrn seines Lebens an. Die Bibel wurde zum Maßstab seines Alltags und prägte sein ganzes Leben. Schon in seiner Kindheit hatte er erlebt, was Armut bedeutet, daher erschütterte ihn die soziale und geistliche Not seiner Mitmenschen, besonders in den Ostlondoner Elendsvierteln. Unter viel Spott, Gelächter und Unverständnis der "Frommen" fing er an, auf den Straßen Ostlondons zu evangelisieren. Heftige Ablehnung von Seiten bestehender christlicher Kirchen verhinderte, dass sich die "Neubekehrten" bei ihnen integrieren konnten. Unterstützt von seiner Frau Catherine rief Booth daher 1865 die "Ostlondoner Christliche Erweckungsgesellschaft" (ab 1870 "Christliche Mission") ins Leben. Zu diesem Zeitpunkt waren schon viele Mitarbeiter hinzugekommen. Die Versammlungen (Gottesdienste) wurden vor Kneipen, auf Plätzen und in Gassen abgehalten.

Da eine straff organisierte Bewegung ihre Arbeit effektiver durchführen konnte, nahm die Missionsbewegung nach und nach militärische Züge an. Eines Tages kündigte ein Plakat die "Halleluja-Armee" mit ihrem "General" an. 1878 erhielt sie den Namen "Die Heilsarmee". Nun wurde in den Satzungen der Heilsarmee unter anderem festgelegt, was sich seit der ersten Predigt von Catherine Booth im Jahr 1860 mehr und mehr durchgesetzt hatte: die Gleichberechtigung der Frau in allen ämtern und Führungspositionen.

Die Bewegung breitete sich rasch über die ganze Welt aus. Als William Booth im Jahr 1912 in die Ewigkeit abberufen wurde und sein Sohn Bramwell General wurde, arbeitete die Heilsarmee bereits in 58 Ländern der Erde – inzwischen ist sie in 109 Ländern tätig.

Zurück