"Helden des Alltags" gesucht

von / THQ

"Helden des Alltags" gesucht: Mit einem neu geschaffenen "Werte-Award" will die "Neues Leben Stiftung” (Altenkirchen) vorbildhafte Menschen auszeichnen, "die sich mit mutigem Handeln oder in gesellschaftlich relevanten Projekten für andere Menschen engagieren." Der Werte-Award wird in drei Kategorien vergeben: für couragiertes Handeln, für innovative und strukturverändernde Projekte und für das herausragende Lebenswerk von Menschen. In jeder Kategorie werden drei Preise verliehen, die mit insgesamt 10 000 Euro dotiert sind.

Das Magazin nennt Beispiele für mögliche Preisträger: etwa ein Ehepaar, das jedes Jahr zu Weihnachten Obdachlose einlädt, eine Gemeinde, die eine Suppenküche initiiert hat oder den Begründer einer Rehabilitationseinrichtung, die Drogenabhängigen oder psychisch labilen Menschen einen neuen Halt gibt. Vorschläge können im Internet auf der Seite www.werte-award.org eingereicht werden. Der Preis soll erstmals Ende Oktober dieses Jahres im Expo-Wal, dem Wahrzeichen der Weltausstellung Expo 2000, in Hannover verliehen werden.
Der ZDF-Journalist Peter Hahne, Autor des bisher rund 800 000 Mal verkauften Bestsellers "Schluss mit lustig", ruft in einem Exklusiv-Interview dazu auf, noch auf den Werte-Zug aufzuspringen: "Spaß als Sinnkonzept ist gescheitert." Menschen seien zu echter Freude erst fähig, wenn sie "Gott ins Leben holen": "Wir müssen umdenken, hin zu einer Gesellschaft, die sich ihrer Werte besinnt, die noch rechtzeitig innehält und den Ausverkauf der letzten Tabus als Verlust ihrer Identität erkennt." Hahne ist davon überzeugt, dass es in der Gesellschaft ein neues Fragen danach gibt: Was ist uns heilig? Dies habe spätestens der weltweite Kampf um die Mohammed-Karikaturen im letzten Jahr deutlich gemacht.

Der Journalist ruft ferner dazu auf, zu Gott umzukehren: "Nur mit erlösten Menschen, losgelöst von der jede Lebensenergie hemmenden Schuld und Selbstgerechtigkeit, lässt sich die Welt verändern." Christsein befreie zu Weltverantwortung, "denn wem der Himmel gewiss ist, dem ist die Erde niemals gleichgültig". Entscheidende Impulse in der Wertedebatte liefere die Bibel: "Wichtig ist, die Bibel vom Lesebuch zum Lebensbuch werden zu lassen."

Hahne plädiert außerdem für einen Gottesbezug in der europäischen Verfassung. Grundwerte wie Menschenrecht und Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit seien aus christlichen Wurzeln erwachsen: "Die Wertedebatte hinge im luftleeren Raum, wüssten wir nicht um das grundlegende Glaubensfundament, dessen beide Seiten Wahrheit und Liebe sind." Auch das Rechtssystem in Europa sei entscheidend durch die Bibel geprägt worden. Hahne hält den Schöpfungssatz "Der Mensch ist Gottes Ebenbild" für den größten Gleichheitsgrundsatz der Welt-Rechtsgeschichte. Dass zum Beispiel unterlassene Hilfeleistung ein Strafrechtsbestand ist, sei im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter begründet. Auch die Sonntagsheiligung und der Wert des Lebens gründe in der Bibel.

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