von Florian Lazarevic Korps Bremen

Gottesdienst mit Oberstleutnantin Anette und Oberstleutnant Achim Janowski

„Dem Wind Gottes Raum geben“ – Ein Sonntag voller Einheit, Hoffnung und Sendung

Ein besonderer Sonntag in der Heilsarmee Bremen

Am Sonntag, den 15. März 2026, durften wir im Heilsarmee‑Gemeindezentrum Bremen‑Neustadt einen außergewöhnlich vielfältigen Gottesdienst feiern. Zu Gast waren Oberstleutnantin Anette Janowski und Oberstleutnant Achim Janowski, die beide verantwortungsvolle Leitungsaufgaben innerhalb der Heilsarmee wahrnehmen.

Schon beim Ankommen war spürbar: Dieser Gottesdienst sollte mehr sein als ein gewöhnliches Zusammensein. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Prägung und Sprache kamen zusammen – verbunden durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus.

Musik öffnet Herzen

Den Auftakt gestaltete der Gospel- und Evergreen‑Chor „Newton Voices“, der den Gottesdienst mit einem kurzen Konzert eröffnete. Lieder wie „We Pray“, „Battlefield“, „Amen“ und insbesondere „Nkosi Sikelel’ iAfrika“ prägten die Atmosphäre nachhaltig.

Das südafrikanische Freiheitslied „Nkosi Sikelel’ iAfrika“ – ein Ruf nach Gottes Segen mitten in Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit – wurde so zu einem starken Symbol dieses Gottesdienstes: Gott wirkt. Damals wie heute.

Einheit in Vielfalt

In weiteren Beiträgen gestalteten die tamilische Gemeinde „Holy God“ sowie die Sinti‑Gemeinde „Gott errettet“ den Gottesdienst mit. Schwester Mary erinnerte in einem kurzen Impuls daran, dass wir viele Glieder sind – aber ein Leib in Christus.

Rudolf, Gemeindeältester der Sinti‑Gemeinde, brachte es im anschließenden Lobpreis auf den Punkt:
Wir sind eine Familie – unabhängig von Herkunft, Sprache oder äußerem Erscheinungsbild.

Der Wind Gottes – ein tragendes Bild

In der Predigt aus 2. Petrus 1,16–21 stand der Geist Gottes als „Ruach“ – Wind, Atem, Lebenshauch im Mittelpunkt. Oberstleutnant Achim Janowski verband biblische Bilder mit persönlichen Erfahrungen aus seiner Zeit als Heilssoldat in Bremen zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung.

Der kurze musikalische Rückgriff auf „Wind of Change“ machte deutlich: Auch heute erleben wir Winde der Veränderung – nicht alle sind angenehm oder leicht zu deuten. Doch Gottes Geist weht unabhängig von Zeitgeist und Nachrichtenlage.

Ein prägnantes Bild blieb:
Wir müssen nicht wie Frachtschiffe aus eigener Kraft vorankommen – wir dürfen wie Segelschiffe sein, die sich vom Wind Gottes tragen lassen.

Weltweite Verbundenheit in praktischer Hilfe

Im Gottesdienst wurde eine Kollekte von 561,50 € gesammelt. Diese ist Teil einer Gesamtspende von 9.500 € für unsere Partnergemeinde Cave Mountain auf Jamaika, die nach einem Hurrikan massive Zerstörungen erlebt hat.

Schwester Nancy aus dem Korps Bremen ist inzwischen vor Ort, um die Spenden persönlich zu überbringen. Zusätzlich wurden mehrere Koffer mit Kleidung und Schuhen weitergegeben – gespendet von einem Sportartikelunternehmen aus Bremen‑Blumenthal.

Gemeinschaft, die bleibt

Beim anschließenden Beisammensein bei Kaffee und Kuchen – liebevoll vorbereitet von Lt. Silvia Berger – wurde erneut deutlich: Kirche lebt von Begegnung.

Wir sind dankbar für diesen gesegneten Sonntag und für alles, was Gott unter uns gewirkt hat.

Zurück