Geiz ist nicht "geil"!

von / THQ

Der Präsident der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG), der Schweizer Rechtsanwalt Christoph Wyss (Bern), ist der Meinung, dass eine Wirtschaftsordnung, die nur auf die Steigerung des Gewinns aus ist, sich vorwerfen lassen muss, genauso unmoralisch zu sein wie das sozialistische System, das eine leistungsgerechte Bezahlung ablehnt. Wer höhere Umsätze erzielt, Gehälter in Millionenhöhe erhält und gleichzeitig Arbeitsplätze abbaut, kann dies vor Gott nicht verantworten. Wyss äußerte sich zur gegenwärtigen Kapitalismusdebatte, in der Großkonzernen unsoziales Verhalten vorgeworfen wird. Er nannte es eine "gewaltige Lüge", wenn Menschen, die viel Geld verdienen, als "wertvoll" gälten. Tatsächlich sei der Mensch nur deshalb wertvoll, weil jeder – unabhängig von seinem sozialen Status – in den Augen Gottes als wertvoll angesehen werde. Für den Vorstand der IVCG Deutschland, Manfred Schaller (Mosbach bei Heidelberg), ist der Erfolg des deutschen Wirtschaftssystems darin begründet, dass die Marktwirtschaft sozial gestaltet sei. Das müsse heute wieder stärker betont werden. Wer Christ geworden sei, bekomme ein anderes Verhältnis zum Geld. Es handele sich dann vor allem um ein Mittel, um Gutes zu tun. Für Christen laute die Parole nicht "Geiz ist geil", sondern "Geiz ist Sünde".

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