Fußball-WM - Kein Ansturm Zwangsprostituierter

von / THQ

Der von Frauenorganisationen, Kirchen, Diakonie und der Heilsarmee befürchtete Ansturm von Zwangsprostituierten zur Fußball-WM ist weitgehend ausgeblieben. Polizeisprecher in den Spielorten München, Leipzig, Berlin und Hamburg sagten, es gebe keine Anhaltspunkte für mehr Straftaten in diesem Bereich. Allerdings stelle man bei der legalen Prostitution eine Steigerung fest. Derzeit befänden sich rund 800 Prostituierte in den Bordellen der bayerischen Landeshauptstadt, sonst seien es etwa 500. Man wisse aber, dass viele Bordellbetreiber über ein schlechtes Geschäft klagen.

Dennoch lasse die höhere Zahl legaler Prostituierter auch eine Steigerung der Zwangsprostitution vermuten. Die Zahl von 40 000 Zwangsprostituierten, die in den Kampagnen gegen Zwangsprostitution genannt werden, wird aber für übertrieben gehalten. Die kirchlichen Aufklärungskampagnen seien aus Sicht der Polizei aber "ausgesprochen wünschenswert", weil sie die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisierten und dazu beitrügen, dass es für die Menschenhändler-Szene schwerer werde.

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