Fußball-Nationalspielerin engagiert sich für suchtgefährdete Jugendliche

von / THQ

Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Shelley Thompson wird sich künftig für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche engagieren. Die Stürmerin des Bundesligisten FCR 2001 Duisburg unterzeichnete einen Kooperationsvertrag mit der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe (Wuppertal). Sie will Kindern aus Suchtfamilien eine Zukunft ermöglichen. Denn diese werden sechsmal häufiger alkohol- und drogenabhängig als Kinder von Eltern ohne Suchterkrankung, so die Stiftung, die 2001 vom evangelischen Fachverband für Suchtkrankenhilfe "Blaues Kreuz in Deutschland" (Wuppertal) gegründet wurde. "Gerade Kinder aus Suchtfamilien erfahren in der Regel wenig Liebe und Zuwendung und fühlen sich vernachlässigt. Es hilft diesen jungen Menschen, ihre eigene Geschichte anzunehmen, wenn sie erfahren, dass auch sie von Gott angenommen und geliebt sind", sagte die Fußballerin. Auch Sport sei eine gute Möglichkeit: "Sport ist super zur Suchtprävention. Er sorgt für Gesundheitsbewusstsein, ist ein Ventil zum Dampfablassen und beugt der Langeweile vor." Thompson forderte alle Trainer auf, sportliche Erfolge ihrer Jugendmannschaften ohne Alkohol zu feiern. Die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe hat im vergangenen Jahr Jugendeinrichtungen und soziale Projekte mit 22 000 Euro unterstützt. Nach Angaben der Stiftung leben über 2,5 Millionen Kinder in Deutschland mit einem suchtkranken Vater oder einer suchtkranken Mutter. Jedes siebte Kind sei von der Alkoholabhängigkeit der Eltern betroffen.

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