Friedensnobelpreis

Die Heilsarmee gratuliert Mohammed Yunus zur Auszeichnung mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis.

von / THQ

Friedensnobelpreis: Die Heilsarmee gratuliert Mohammed Yunus zur Auszeichnung mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis. Das norwegische Nobelkomitee würdigte den Wirtschaftsfachmann aus Bangladesch und die von ihm gegründete Grameen Bank aufgrund ihrer Bemühungen um "die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten". Die in den 70er-Jahren gegründete "Barfuß-Bank" vergibt Klein- und Kleinstkredite an Arme, die oft über keinerlei Sicherheiten verfügen; 90 Prozent der Kreditnehmer sind Frauen. Dies galt als revolutionäres Konzept in der Entwicklungshilfe. Die Darlehen betragen oft nur umgerechnet 30 Euro.
Mit seiner Bank hat Yunus Mikrokredite zu einem wichtigen Instrument im Kampf gegen die Armut gemacht. Nach bescheidenen Anfängen ist die Grameen Bank inzwischen ein Vorbild für viele ähnliche Einrichtungen in der ganzen Welt geworden.

So hat auch die Heilsarmee vor einigen Jahren die Idee aufgegriffen und stellt ihrerseits "Mini-" oder "Mikrokredite" zur Verfügung. Einige Beispiele: an Frauen in Tansania, Kongo/Kinshasa und anderen Ländern, die sonst keine andere Möglichkeit sehen, als durch Prostitution Geld zu verdienen; an Frauen in Kenia, die so durch den Verkauf von Gemüse ihre Familien versorgen können; an Familien in Angola, damit die Kinder zur Schule gehen können; an Frauen in Südindien, die zu den untersten Kasten gehören und unter Diskriminierung leiden; an Familien, die nach dem Tsunami ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten; an Frauen in Haiti, die dadurch eine kleine Viehzucht betreiben und auf "fliegenden Märkten" Essen verkaufen können.

Über die Arbeit der Heilsarmee in Haiti berichten wir in der Ausgabe Nr. 43 der Zeitschrift "Der Kriegsruf", die Sie ab 21. Oktober 2006 in einem Korps (Gemeinde) der Heilsarmee erhalten können.

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