Frauenwochenende in Litauen

von / Litauen (Išganymo Armija)

Zum Frauenwochenende unter dem Thema „Aus Leid zur Freude“ konnten wir die Leiterin der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen, Kommandeurin Marie Willermark, begrüßen (auf dem Foto mit Leutnantin Annegret Gollmer). Das Thema war von den Frauen selbst ausgesucht worden. Nach einer kurzen Einführung gab es am Freitagabend ein Interview mit der Kommandeurin, bei dem die Teilnehmerinnen einiges aus deren Leben erfuhren. Der Abend endete mit Gemeinschaft und Gesprächen an den Tischen.

Am Samstag griff die Kommandeurin die biblischen Geschichten von der Heilung der blutflüssigen Frau und der Auferweckung der Tochter des Jairus auf. Auf diese Weise konnten die Frauen besser verstehen, dass aus schweren Situationen wieder Freude erwachsen kann, eine Freude, die nur Jesus schenkt. Und dass wir ihm auch dann noch vertrauen können, wenn wir in sehr schwierigen Situationen stecken. Anschließend hörten wir zwei Zeugnisse:

Sanna erzählte, wie die Geburt ihrer Tochter Iva, die mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, das Leben ihrer Familie verändert hat. In Litauen ist es noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit Down-Syndrom von den Mitmenschen akzeptiert werden. Sanna berichtete, dass die Tochter ihr Leben und das ihrer Familie sehr bereichert habe. Inzwischen besucht Sanna gemeinsam mit ihrer Tochter alle Schulen hier in Klaipe˙da, um über das Leben mit Down-Syndrom zu informieren. Sogar im litauischen Fernsehen waren beide schon zu sehen.

Deimante berichtete über ihre Depressionen. Ihr Leben war bis zu ihrer Erkrankung sehr gut verlaufen. Sie studierte an der Universität der litauischen Hauptstadt Vilnius, als die Depressionen plötzlich begannen. Alles war nun anders, sie konnte nicht weiterstudieren und auch ihren Alltag nicht mehr bewältigen. Es wurde sogar so schlimm, dass sie plante, sich das Leben zu nehmen. Deimante war am Tiefpunkt angekommen. Durch Freunde hörte sie mehr über Jesus und wollte auch immer mehr von ihm wissen. Und als sie Jesus wirklich kennenlernte und ihm ihr Leben anvertraute, konnte sie Heilung erfahren. Ihre Krankheit war nicht sofort verschwunden, aber Jesus heilte sie nach und nach. Für die Teilnehmerinnen waren diese Zeugnisse sehr bewegend, ermutigend und auch hilfreich. Ihnen wurde immer mehr klar, dass auch im Leben von uns Christen Schweres dazugehört, aber auch in diesen Zeiten können wir immer mit Jesu Hilfe rechnen.

Danach war Zeit für Gemeinschaft und Bastelarbeiten. Jede Frau konnte sich einen Bilderrahmen gestalten und diesen mit nach Hause nehmen, ebenso als Geschenk eine kleine Schachtel Schokolade, dekoriert mit einem Bibelvers aus Römer 15,13: „Deshalb wünsche ich für euch alle, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, euch in eurem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse.“ Diese Worte sollen die Teilnehmerinnen daran erinnern, dass nur Jesus wirkliche Freude und Hoffnung schenken kann.

30 Frauen waren an diesem Wochenende mit dabei. Einige von ihnen kamen zum ersten Mal zu uns. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Diese Tage waren für sie sehr wertvoll und werden auch für ihr tägliches Leben eine Hilfe sein. Wir sind dankbar für diese gesegnete Zeit, die wir gemeinsam erleben konnten. Wir beten weiter dafür, dass die Frauen Jesus mehr und mehr kennenlernen und eine persönliche Beziehung zu ihm haben wollen.

Leutnantin Annegret Gollmer

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