Frauenwochenende

Was stellen Sie sich unter einem frommen "Frauenwochenende" vor?

von / THQ

Blasse, müde Gesichter, Gehstöcke und graue Haarknoten, "4711" und Langeweile pur? – Ach, Sie kennen uns nicht! Die einzigen Stöcke in Sicht waren die der Nordic Walkerinnen und Knoten waren höchstens in den Beinen der Teilnehmerinnen des Tanzworkshops. Und die Düfte kamen nicht aus der Parfumflasche, sondern aus dem Workshop für selbst gerührte Handcremes
und Lavendelduftsäckchen!

Über 80 Frauen, manche knapp 20 Jahre und andere fast vier Mal so alt, trafen sich in Burbach-Holzhausen zur Frauenfreizeit unter dem Motto "Einfach himmlisch"! Und weil wir manchmal gern ein wenig konträr sind, begann das Wochenende mit dem Schluss bzw. mit dem Hollywoodfilm "Das Beste kommt zum Schluss!" Nachdenklich, aber auch schmunzelnd sahen wir, wie zwei Todkranke sich aufmachen, um das Beste aus ihrem Leben zu machen.

Der Samstagvormittag war den "himmlischen Begegnungen" gewidmet. So nannte unsere Referentin, Majorin Katrina Greetham, die besonderen Augenblicke im Leben, in denen Gott vom Himmel her einbricht in unser Alltagsleben. Sie war ganz begeistert, wie bereitwillig und engagiert die Frauen in ihren Kleingruppen Erfahrungen und Meinungen austauschten. So etwas wünschte sie sich auch für ihre britische Heimat.

Am Nachmittag konnte man sich an verschiedenen Workshops beteiligen: Trauerbegleitung, Kreatives oder Sportliches. Frau konnte sich aber auch ins Gebetszimmer zurückziehen oder einfach unter dem wolkenlosen, blauen Himmel durch bunte Blätter stöbern. Abends gaben die vier Mitglieder der Harmony Academy ein Privatkonzert für die Teilnehmerinnen und begeisterten alle mit ihren Barbershop-Harmonien. Und über das Dessert-Büfett anschließend muss ich nichts sagen – einfach himmlisch!

Am Sonntagmorgen kamen die Teilnehmerinnen zur Versammlung zusammen. In neuen und alten Liedern priesen wir den, der Himmel und Erde gemacht hat. Zwei Personen aus der Leitungsgruppe berichteten in ihren Zeugnissen, wie Gott ihnen in fast unerträglichen Situationen nahe war und alles zum Besten
wendete.

Majorin Greetham sprach in ihrer Predigt über Martha und Maria – die eine wählte das gute Irdische und die andere das noch bessere Himmlische. Manch eine Teilnehmerin machte am Ende der Versammlung ihre Entscheidung an der Gebetsbank fest, dass sie die Prioritäten in ihrem Leben neu ordnen wollte, um mehr Gelegenheiten für solche "himmlischen Begegnungen" einzuplanen.

Und alle fuhren nach Hause in dem Bewusstsein, dass ihnen Gott sehr nahe gewesen ist ...
Majorin Christine Schollmeier

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