Evangelikale gegen Aids

Evangelikale wollen ein weltweit angelegtes nachhaltiges Hilfs- und Bildungsprogramm zur Eindämmung der Aids-Epidemie entwickeln.

von / THQ

Es soll von der Sonntagsschule für Kinder bis zur Theologenausbildung reichen. Das ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die sich mit Experten des christlich-humanitären Hilfswerks World Vision in Nairobi traf.

Die Bekämpfung der "Sozialkrankheit" Aids besonders in Entwicklungsländern müsse verschiedene Bereiche umfassen. So stehe die Verbreitung der tödlichen Immunschwächekrankheit in engem Zusammenhang mit Armut. Man müsse den Teufelskreis durchbrechen, dass Armut Aids hervorbringe und Aids wiederum Armut verschärfe. Aids führe auch die Institution Familie in eine Krise. So würden Millionen Kinder, deren Eltern an der Krankheit sterben, zu Waisen. Diese Kinder würden oft misshandelt und an den Rand gedrängt. Nicht wenige Mädchen endeten als Prostituierte.

Die gesamte Gesellschaft müsse zusammenwirken, um solchen Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Die christlichen Gemeinden könnten sich auch auf diesem Gebiet als heilende Gemeinschaften erweisen, aber es fehle am Bewusstsein, diesen Auftrag anzunehmen. Bildung, Gemeinschaftsprojekte und die Medien könnten eine größere Rolle in der Aids-Bekämpfung spielen.
Zum Aufgabenkatalog, den die Arbeitsgruppe anregt, gehört die Vernetzung bereits bestehender christlicher Initiativen, die Bündelung von Ressourcen, die Fortbildung und Aufklärung in christlichen Gemeinden sowie die Entwicklung eines Lehrplans für theologische Ausbildungsstätten.

Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen an Aids erkrankt oder mit dem Erreger infiziert. Knapp 26 Millionen von ihnen leben in Afrika

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