Erste Rabbinerordination

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurden wieder Rabbiner in Deutschland ordiniert.

von / THQ

Erste Rabbinerordination: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurden wieder Rabbiner in Deutschland ordiniert. Drei Absolventen des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam wurden in Dresden in ihr geistliches Amt eingeführt. Dies sei "Grund zu tiefer Dankbarkeit", schreibt der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, in einem Grußwort. Er freue sich, dass eine neue Generation von Auslegern der Heiligen Schrift für die jüdischen Gemeinden in Deutschland heranwachse. Nach der Schoah und dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe die Beziehung zwischen Christen und Juden einen neuen Anfang genommen: "Nicht nur das Verstehen des anderen ist gewachsen, sondern es sind untergründig oder offensichtlich antijüdische Tendenzen in unserer christlichen Tradition aufgearbeitet und wirksam korrigiert worden."

Auch der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU begrüßt die Ordination. Sie sei "ein historisches Ereignis von hoher symbolischer Kraft und ein wunderschönes Signal für ein respektvolles und tolerantes Miteinander der Religionen in unserem Land".

Die drei neuen Rabbiner werden Gemeinden in München, Oldenburg und Kapstadt (Südafrika) übernehmen.

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