von Reinhold Walz Internationales Hauptquartier

EROH – Europäische Ferienwoche für Offizierinnen und Offiziere im Ruhestand

Begegnungen, Gemeinschaft und geistliche Ermutigung über Ländergrenzen hinweg

Vom 9. bis 15. Juni 2026 trafen sich 30 Offizierinnen und Offiziere im Ruhestand aus vier europäischen Ländern – der Schweiz, Großbritannien, Norwegen und Deutschland – zur „Internationalen Ferienwoche für Offiziere im Ruhestand aus dem europäischen Raum“ (European Retired Officers Holidays; EROH) im Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen.

Hier Auszüge aus vier Berichten:

Rosemarie Raval:

„Aus Norwegen, England, Deutschland und der Schweiz weilten wir einige Tage im gut eingerichteten Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen.

Welch eine Vielfalt von Lebenserfahrungen! Zum Illustrieren stieg eine Offizierin auf ein Balancebrett und erklärte, dass ihr Leben oft mit Übungen auf diesem Brett zu tun hatte. Sie musste häufig in alle Richtungen das Gleichgewicht halten. Das war sicher oft herausfordernd!

Beeindruckt hat mich der Ausflug nach Wittenberg, dort, wo Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche geschlagen hat. Wir haben dem Reformator wirklich viel zu verdanken!“

Erika Zimmermann:

„Ich bin dankbar, dass ich an dieser abwechslungsreichen und gesegneten Ferienwoche teilnehmen durfte. Wir hatten ein schönes Miteinander, und es war sehr interessant, sich mit Offizieren aus anderen Ländern auszutauschen und gemeinsame Andachten zu erleben. Ein Highlight für mich war das gemeinsame Singen.

Besonders beeindruckt hat mich der Besuch des Gottesdienstes in Naumburg mit der Konfirmation von drei Jugendlichen. Die schöne Feier fand bei vollem Saal statt, mit zahlreichen jungen Menschen sowie Familien mit Kindern. Eine große Lobpreisband begleitete die Lieder. Es hat mich berührt, wie die Konfirmanden ihren Glauben bezeugten und ihr Versprechen gaben, Jesus nachzufolgen.

Wir hörten in einem Vortrag von Udo, einem ehemaligen Pfarrer in der DDR, dass leider heute in dieser Gegend die Christen nicht mehr so zahlreich sind und viele Kirchen Mitglieder verlieren. Umso erfreulicher ist es zu sehen, dass die Heilsarmee trotz dieses Trends in mehreren Korps im Osten Deutschlands tätig ist und Menschen mit dem Evangelium erreichen kann.“

Pauline Cook:

„Diese internationale Begegnungswoche von Offizieren im Ruhestand aus Norwegen, der Schweiz, Deutschland und dem Vereinigten Königreich, die mit ihrer langjährigen Erfahrung aus dem nationalen und internationalen Dienst zur Ehre Gottes zusammenkamen, hat uns alle geistlich, körperlich und menschlich bereichert. Es war eine Woche voller geistlicher Erneuerung, herzlicher Gemeinschaft, Freude und Gebet.

Zum Schluss danken wir Poldi und Ruth Walz, Elisabeth und Ruedi Moser sowie Helga Charlet für die Organisation dieser wunderbaren Woche der Gemeinschaft und für die Übersetzung zwischen Englisch und Deutsch.“

Lucia Erni:

„Wir waren im heimeligen Konrad-Martin-Haus untergebracht, schön eingebettet in Blumen, Rasen und sogar mit großen Schaukeln im Garten. Ich freute mich sehr darauf, die anderen «Ruheständler» anzutreffen. Es gab ein schönes Wiedersehen mit den Schweizern und neue Kameraden aus Deutschland, England und Norwegen.

Es gab auch viel Neues, zum Beispiel Mahlzeiten aus der DDR-Zeit, die ich nicht kannte. Im Blütengrund von Naumburg erwarteten uns neben den Weinbergen, der schönen Landschaft, dem Fluss und herrschaftlichen Häusern auch ein «Trabi». Das war der erste Trabi, den ich mit eigenen Augen in natura sehen konnte.

Sicher waren wir von Gebeten und guten, tiefgehenden Andachten umsorgt. Ich habe einiges über die Orte und Dinge gelesen, die wir besuchten, zum Beispiel über die Schlosskirche in Wittenberg, wo Luther seine Thesen an die Tür schlug – den Geburtsort der Reformation.

Ein farbiges Kirchenfenster mit Bibelversen in jener Kirche hat es mir besonders angetan:

«Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein von dem Kreuz unseres Herrn Jesu Christi.» (Galater 6,14)

«So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.» (Römer 3,28)

«Des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist.» (1. Petrus 1,25)“

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