Einsatz, Teamgeist und ein unvergesslicher Zieleinlauf
Die Heilsarmee beim Orderlandmarsch 2026
Bereits zum zweiten Mal in Folge nahm die Heilsarmee am Oderlandmarsch teil, der traditionell im Rahmen des Stadtfestes der deutsch-polnischen Doppelstadt Guben und Gubin stattfindet. Der Wettkampf führt Teams aus fünf Personen über eine rund zehn Kilometer lange Strecke mit anspruchsvollen Hindernissen, von Höhenparcours über Schießstationen bis hin zur Durchquerung der Neiße zu Fuß.
Ein Team, das zusammengewachsen ist
Was dieses Jahr besonders war: Nicht nur Heilsarmee-Mitarbeitende liefen mit, sondern auch drei Bewohner des Männerwohnheims Göppingen und ein ukrainisches Mitglied der Baptistengemeinde Guben, die mit dem dortigen Heilsarmee-Korps kooperiert. Heilsarmee-Kapitän Jeremy Baker, Korpsoffizier in Göppingen, komplettierte das Team.
Da ihr Startslot als Team 104 erst für 14.45 Uhr angesetzt war, wartete das Team bei sommerlichen Temperaturen mehrere Stunden in der Sonne. Beim Lauf selbst gaben die Teilnehmer alles und gingen über ihre eigenen Grenzen hinaus. „Sport ist ein Weg für die Bewohner des Männerwohnheims, sich Ziele zu setzen, und es tut ihnen wirklich gut“, sagte Baker. Der Oderlandmarsch sei gewissermaßen „die erste Siegrunde eines neuen Lebensabschnitts“, der mit dem wöchentlichen Training in den letzten Monaten begonnen habe.
Starkes Ergebnis und ein überraschender Sprung ins kühle Nass
Am Ende stand ein beachtliches Ergebnis im oberen Mittelfeld, auf das das gesamte Team stolz sein kann: Platz 42 von 91 teilnehmenden Mannschaften mit einer Zeit von 01:22:26.
Den emotionalen Abschluss des Oderlandmarschs bildete das Wasserhindernis kurz vor dem Ziel. Wencke Wanke, Leutnantin und Korpsleiterin in Guben, hatte den Tag als Unterstützerin begleitet und lief nicht mit. Am Wasserhindernis ließ sie es sich dann aber doch nicht nehmen, in voller Uniform ins Becken zu springen. Ein Moment, der für viele das Highlight des Tages war und einmal mehr zeigte: Bei der Heilsarmee wird Gemeinschaft gelebt, nicht nur versprochen.
Kaffee, Kuchen und starker Rückhalt
Neben Wanke waren auch Alexandros Schmachtel, Bereichsleiter Soziale Dienste der Heilsarmee in Deutschland, und Therese Obeck und weitere Kollegen von der Heilsarmee in Dresden als Support vor Ort. Die Dresdener waren mit einem Einsatzwagen angereist, aus dem heraus sie Kaffee und Kuchen an die Teilnehmenden verteilten – ein Angebot, das rundum gut ankam.
Der Abend gehörte dann ganz dem Miteinander: Jim und Lina Miller, Pastoren aus den USA, die eng mit der Heilsarmee in Guben zusammenarbeiten, luden zu einem Thanksgiving Dinner ein. Es wurde ein herzliches, gemeinsames Abendessen, das den Tag auf das Schönste abrundete.
Präsenz zeigen – auch in schwierigen Zeiten
Die Teilnahme am Oderlandmarsch ist für die Heilsarmee mehr als ein sportliches Abenteuer. Es geht darum, als Hilfsorganisation sichtbar zu sein, die nicht nur im Alltag für Menschen da ist, sondern auch in Katastrophensituationen unterstützt. Guben ist dafür ein guter Ort: mitten in Europa, an der Grenze zu Polen, mit einer lebendigen und vielfältigen Gemeinschaft.
„Ich bin begeistert, wie toll der Teamspirit wieder war, wie alle an ihre Grenzen gegangen sind und wirklich als Team zusammengewachsen sind – das war einfach megaschön“, sagte Wencke Wanke. „Wir freuen uns schon auf den Oderlandmarsch 2027!“