von Lydia Beckert Korps Hannover

Die Geduld der Ernte

Kinder säen Pflanzen aus

„Oh nee, das will ich nicht einpflanzen, das dauert so lange!“  „Das braucht auch so lange?“ Kommentare bei der Auswahl dessen, was die Kinder vom Kinderprogramm aussähen dürfen.
Und dann doch: Okay, ich mache mit.
Am Ende haben alle Kinder mitgemacht und es hat ihnen Spaß gemacht.

 

Wollen wir nicht alle sofortige Resultate?
Sofort sehen, dass etwas passiert?
Sofort Erfolgserlebnisse haben?

Sofort eine Gebetserhörungen von Gott bekommen?

 

Doch wo kann man Geduld lernen?
Bei der Ernte.

 

Jetzt, wo es langsam wärmer wird und wir schon Mitte März haben, ist die Zeit gekommen, Pflanzen anzulegen. Im Kinderprogramm ist es uns wichtig, dass die Kinder frisches und gesundes Essen bekommen. Melone ist unser Lieblingsobst, besonders die Wassermelone. Doch eine Wassermelone braucht Zeit, um zu wachsen und süß zu werden. Man kann sie zwar im Laden kaufen, aber irgendjemand musste sie zuerst pflanzen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es Zeit braucht, eine Pflanze zu säen, dann zu sehen, ob etwas wächst und noch viel länger, bis man ernten kann. Es braucht Geduld, Wasser und Pflege.

Auch in der Bibel lernen wir, dass wir die Saat ausstreuen sollen und Gott den Rest tut. Unsere Aufgabe ist es zu pflanzen. Gott lässt wachsen (Markus 4,26–29).

Jesus sagt zu uns: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
(Matthäus 22,39)

Deshalb ist es wichtig, nicht nur gesund zu leben und uns selbst wertzuschätzen, sondern auch die Bauern und Arbeiter zu achten, die Obst und Gemüse anbauen. Ihre Arbeit ermöglicht unsere Nahrung.
Darum möchten wir hier auch Fairtrade-Kaffee und andere fair gehandelte Produkte verwenden, um diese Arbeit bewusst wertzuschätzen.
Gleichzeitig wollen wir sehen, was der Herr mit unserer eigenen Ernte tun kann.

Jetzt pflegen wir unsere eigene kleine Ernte, beobachten, wie alles wächst, und freuen uns auf das, was wir eines Tages ernten dürfen.
Dafür brauchen wir vor allem eines: Geduld.

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