Christen sollten Kleinkinder-Betreuung anbieten

von / THQ

Christen sollten Kleinkinder-Betreuung anbieten Christen sollen in die Ganztagsbetreuung von Kleinkindern einsteigen, anstatt darüber zu klagen, dass die Bundesregierung ihre Familienpolitik an den Interessen der Wirtschaft ausrichte. Dazu hat der Kommunikationswissenschaftler Prof. Wolfgang Stock aufgerufen. Den staatlichen Plänen zufolge sollen in den nächsten zehn Jahren etwa zehn Milliarden Euro zusätzlich für die Kinderbetreuung ausgegeben werden. Daran würden auch Proteste von Kirchen, Familienverbänden und Kinderschutzorganisationen sowie deren Warnungen vor Schäden für die frühkindliche Entwicklung nichts ändern, so Stock. Christen könnten aber den Prozess beeinflussen, indem sie Kindertagesstätten gründen und mit christlichen Pädagogikkonzepten führen. Selbst kirchenferne oder nichtchristliche Eltern trauten Christen eine hohe Erziehungskompetenz zu.

Stock ist grundsätzlich der Ansicht, dass Kinder bis zum Alter von etwa drei Jahren in einer funktionierenden, liebevollen Familienatmosphäre aufwachsen sollten. Allerdings habe nicht jedes Kind in Deutschland diese Chance. Immer weniger Familien könnten sich eine längere "Auszeit" der Mutter finanziell leisten. Kinder von Alleinerziehenden brauchten ebenfalls außerhäusliche Betreuungsangebote. Kindertagesstätten entsprächen aber nicht nur dem diakonischen Auftrag von Christen, sondern böten auch missionarische Möglichkeiten. In keiner anderen Zeitspanne könne man Kinder und Eltern besser auf Glaubensfragen ansprechen. Damit könnten christliche Kindergärten die Gemeindearbeit beleben. Stock ist überzeugt: "Wenn genügend Christen in Deutschland diese Chance erkennen, könnte das Generationen von Kindern und jungen Familien prägen und zum Glauben führen."

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