Bundespräsident für Religionsunterricht

Bundespräsident Horst Köhler liegt der Religionsunterricht am Herzen, dies brachte er bei seiner "Berliner Rede" zum Ausdruck.

von / THQ

Bundespräsident für Religionsunterricht: Bundespräsident Horst Köhler liegt der Religionsunterricht am Herzen, dies brachte er bei seiner "Berliner Rede" zum Ausdruck. Der Religionsunterricht biete jungen Menschen Antworten auf ihre Sinnfragen. Jedem stehe frei, dieses Angebot anzunehmen oder nicht. "Ich finde es wichtig, dass auch in der Schule die Frage nach Gott gestellt wird", so Köhler. Daher halte er den Religionsunterricht für unverzichtbar.

In einer pluralen Gesellschaft sollten die Religionen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen müssen, sondern im Unterricht Zeugnis von ihrem Glauben geben dürfen. Das gelte nicht nur für das Christentum, sondern auch für den Islam.

Laut Köhler dient Bildung dazu, die jedem Menschen von Gott gegebenen Fähigkeiten zu entwickeln. Das sei die wichtigste Voraussetzung für gesellschaftliche Anerkennung und Fortkommen im Beruf. Der Demokratie biete Bildung Schutz vor "Populisten, Extremisten und religiösen Fanatikern".

Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, begrüßte Köhlers Rede. Dabei unterstützte Huber, der für den Religionsunterricht in Berlin kämpft, auch die Forderung nach einem islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache. In Berlin hat der SPD-PDS-Senat vor kurzem in den siebten Klassen der Oberschulen das Pflichtfach Ethik eingeführt. Dagegen wehren sich die Kirchen, weil sie ein Ausbluten ihres Religionsunterrichts befürchten, der in der Hauptstadt nur als freiwillige Arbeitsgemeinschaft angeboten wird. Sie fordern ein Wahlpflichtmodell, bei dem sich die Schüler zwischen den Fächern Religion und Ethik entscheiden müssen.

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