Broschüre für Angehörige von Suchtkranken

Jeder zehnte Bundesbürger hat Probleme mit dem Alkohol.

von / THQ

Viele andere haben Schwierigkeiten mit Medikamenten mit Suchtpotenzial, mit Tabak, illegalen Drogen oder süchtigem Verhalten. Noch größer ist die Zahl der Angehörigen, die mit abhängigen Menschen zusammenleben. Sie leiden unter der Abhängigkeit ihrer Angehörigen und müssen darauf reagieren. Die Scham ist groß, keiner soll von den Schwierigkeiten erfahren. Oft wird die Situation unerträglich.

Mit der Broschüre "Ein Angebot an alle, die einem nahe stehenden Menschen helfen möchten" wird Angehörigen Mut gemacht, sich selbst fachliche Hilfe zu holen. Ihr Problem ist es, mit einem Menschen zusammenzuleben, der ein Problem mit einem Suchtmittel hat. Es gilt seinem Angehörigen und dessen Suchtproblem konsequent und sicherer gegenüberzutreten. Wer die Unterstützung für den Suchtprozess verweigert, holt Veränderung in die oft festgefahrenen Beziehungen – und eröffnet damit auch die Chance, dass sich der oder die Abhängige selbst Hilfe sucht. Frau Dr. Elisabeth Pott, die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), erklärt das Engagement der Einrichtung: "Aufgabe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist es, suchtpräventiv tätig zu sein und Menschen über Suchtgefährdungen zu informieren." Die Hilfe für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen ist häufig auch eine Prävention für deren Gesundheit. Nicht selten führen die durch ein Suchtmittelproblem entstandenen familiären Belastungen zur Erkrankung aller Familienmitglieder. Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), verweist auf die Erfolge der letzten Jahre: "Suchtprobleme können heute öffentlicher angesprochen werden. Doch die Probleme der Angehörigen haben sich nicht verändert. Viele Angehörige wissen die familiären Probleme kaum einzuordnen: Ist das Verhalten meines Angehörigen noch normal? Ist er schon von seinem Suchtmittel abhängig?"

Seit über zwanzig Jahren steht diese mittlerweile millionenfach gedruckte Broschüre zur Verfügung. Sie gibt Auskunft über verschiedene Suchtformen und Suchtmittel, über die Entwicklung in die Abhängigkeit und über das konsequente Verhalten von Angehörigen. Deren Wunsch zu helfen, steht im Mittelpunkt des Textes, denn bei Menschen mit Suchtproblemen ist ein anderer Weg der Hilfe erforderlich. Das Angebot der Hilfe und Unterstützung wird oft missverstanden. Praktisch ist auch der Serviceteil der Broschüre: Die Angehörigen finden Informationen zum Weiterlesen und Anschriften für die Kontaktaufnahme mit Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und anderen Einrichtungen zur Hilfe bei Suchtproblemen.

Die Broschüre kann bestellt werden bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. unter info@dhs.de oder über Postfach 1369, 59003 Hamm.

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